Bittere Lebensmittel

Hören wir das Wort „bitter“, denken viele zunächst an gewöhnungsbedürftige Lebensmittel oder Getränke und an einen unangenehmen Geschmack im Mund. Schade, dass dem Bitteren ein negativer Ruf vorauseilt, wo doch Bitterstoffen eine positive Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden zugesprochen wird. Ein guter Grund, bittere Lebensmittel in unsere Ernährung zu integrieren. Doch welche Obst- und Gemüsesorten sind besonders bitterstoffhaltig und können auch auf deinem Speiseplan stehen?

Bitter ist nicht gleich bitter

Eine ausgewogene Ernährung ist neben Bewegung und Achtsamkeit das A und O für unser allgemeines Wohlbefinden. Dabei sind Bitterstoffe eine wichtige Komponente – dieses Wissen besteht bereits seit Jahrhunderten. Da jeder von uns ein unterschiedliches Geschmacksempfinden besitzt, stufen wir je nach Alter, Speichelzusammensetzung und sogar Psyche Lebensmittel unterschiedlich bitter ein. Unsere Geschmacksknospen für die Wahrnehmung von „bitter“ sitzen dabei am Zungenrand und erneuern sich alle sechs bis acht Tage.
Durch den gezielten Verzehr bitterer Lebensmittel kannst du deinen Körper unterstützen.

Hier erfährst du, wie du dich durch den "mere exposure effekt" leichter an bittere Lebensmittel gewöhnen kannst.

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Bittere Lebensmittel: Welche enthalten viele Bitterstoffe?

Ihren Geschmack erhalten bittere Lebensmittel durch Bitterstoffe. Dabei handelt es sich um eine Gruppe an sekundären Pflanzenstoffen, wie zum Beispiel Naringin in der Grapefruit oder Cynarin in der Artischocke. Um die unterschiedlichen Intensitäten von „bitter“ messbar zu machen, kann der sogenannte Bitterwert herangezogen werden. Dieser beschreibt, wie stark oder schwach bitter ein Stoff wahrgenommen werden kann. Ein Bitterwert von 10.000 bedeutet, dass ein Extrakt von ein Gramm bitterstoffhaltiger Pflanze in 10 Liter Wasser gerade noch bitter schmeckt. Stark bitterstoffhaltige Kräuter sind zum Beispiel Enzian und Wermut.¹

Wo sind Bitterstoffe drin?

Lebensmittel, die besonders reich an Bitterstoffen sind:

• Basilikum

• Bohnenkraut

• Estragon

• Kerbel

• Koriander

• Kümmel

• Liebstöckel

• Lorbeer

• Majoran

• Melisse

• Pfefferminze

• Rosmarin

• Thymian

• Artischocke

• Brokkoli

• Fenchel

• Ingwer

• Kohlsorten (Blumen,- Weiß-, China- und Rosenkohl, Kohlrabi, Wirsing, Rotkraut)

• Aubergine

• Endivie

• Radicchio

• Rucola

• Chicoré

• Cranberrys

• Granatapfel

• Zitrusfrüchte (Zitronen und Orangen)

• Grapefruit

• Amaranth

• Hirse

• Quinoa

Auch Wildpflanzen wie beispielsweise Gänseblümchen, Löwenzahn und Schafgarbe können durch die enthaltenen Bitterstoffe das allgemeine Wohlbefinden steigern.

Eine lächelnde junge Frau auf einem Sofa vor einer Küchenzeile zeigt, dass man das Wohlbefinden mit bitterstoffreichen Lebensmitteln steigern kann.

Für unser Wohlbefinden

Bitterstoffe sind in vielen Lebensmitteln enthalten und haben eine vielfältige Wirkungsweise.

  • verschiedene kräuter und gewürze mit bitterstoffe

    Welche Kräuter enthalten Bitterstoffe?

    Lerne die Vielzahl an Kräutern mit Bitterstoffen kennen und erfahre, welche ihrer Eigenschaften und Wirkungen gut für deinen Körper sind.

  • Gemahlene Kräuter enthalten gesunde Bitterstoffe.

    Positiv für das Wohlbefinden

    Du möchtest deiner Verdauung etwas Gutes tun? Nutze die Kraft der Bitterstoffe.

Lebensmittel sind nicht so bitter, wie sie sein sollten!

Viele der genannten Obst- und Gemüsesorten wurden über Jahrzehnte hinweg so gezüchtet, dass sie für den menschlichen Gaumen besser schmecken. Dadurch wurde das ursprünglich Bittere immer weiter in den Hintergrund gedrängt. Häufig gestaltet es sich daher schwierig, allein durch die Nahrung die positive Kraft der Bitterstoffe zu nutzen.

Um dein Wohlbefinden zu steigern, setze neben einer gesunden Ernährung auch auf ausreichend Bewegung und Entspannung der Seele. Integriere zudem Bitterstoffe als Teil einer ausgewogenen Lebensweise in deinen Alltag! Diese kannst du außer über die Nahrung beispielsweise auch in Form der Bitterstern Kräutertropfen mit 17 Kräutern zu dir nehmen.

1Bühring, Ursel et al.: 2016 Praxis Heilpflanzenkunde DOI: 10.1055/b-0036-137710, S. 341

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