Weißer Reis und Parboiled-Reis
Weißer Reis und Parboiled-Reis sind die Alltagsklassiker. Gekocht liegen beide mit einem PRAL von rund 1,7 im niedrigen säurebildenden Bereich. Beim Polieren geht zwar die nährstoffreiche Silberhaut verloren, dafür wird der Reis leichter verdaulich. Für den Säure-Basen-Haushalt sind beide Sorten unkompliziert, weil schon eine ordentliche Portion Gemüse auf dem Teller die schwache Säurelast ausgleicht.
Vollkornreis und brauner Reis
Hier kommt die Überraschung: Vollkornreis ist aus Säure-Basen-Sicht nicht automatisch besser als weißer Reis. Im trockenen Zustand kommt ungeschälter Reis auf einen PRAL von 12,5, geschälter dagegen nur auf 4,6. Der Grund liegt in der PRAL-Formel, die Protein und Phosphor stark gewichtet, und von beidem steckt mehr in Vollkornreis als in der geschälten Variante. Zwar enthält Vollkornreis auch mehr Magnesium und Kalium, die basisch wirken, doch im PRAL-Rechner überwiegt der Proteineffekt.
Das heißt nicht, dass du Vollkornreis meiden solltest. Er liefert mehr Ballaststoffe, hält länger satt und versorgt dich mit einem breiteren Spektrum an Mikronährstoffen. Für die tägliche Ernährung bleibt er eine gute Wahl, nur eben nicht die basischere.
Basmati-Reis und Jasminreis
In polierter Form verhalten sich Basmati und Jasminreis im Säure-Basen-Haushalt praktisch wie weißer Reis. Beide gibt es auch als Vollkornvariante, die dann denselben höheren PRAL mitbringt wie brauner Reis. Geschmacklich liegen Welten zwischen den Sorten, aber für die Säure-Basen-Bilanz macht es keinen Unterschied, welche du wählst.
Gekeimter Reis, die basische Ausnahme
Gekeimter Naturreis ist die einzige Reisform, die tatsächlich basisch wirkt. Beim Keimen verändert sich die Zusammensetzung des Korns grundlegend. Phytinsäure wird abgebaut, gebundene Mineralstoffe werden freigesetzt und der Körper kann sie besser aufnehmen. Unterm Strich verschiebt sich das Verhältnis so, dass gekeimter Reis einen negativen PRAL erreicht. Er ist deshalb auch beim strikten Basenfasten erlaubt und eignet sich für alle, die Reis genießen möchten, ohne ihre Säure-Basen-Bilanz zu belasten.