Bananen sind basisches Obst und damit geeignet für die Entsäuerung

Sind Bananen basisch?

Sie ist der unkomplizierte Liebling in jeder Sporttasche, die perfekte Geheimwaffe gegen den kleinen Hunger und ein fester Bestandteil im morgendlichen Smoothie: Die Banane gehört zu den beliebtesten Obstsorten überhaupt. Aber ist sie auch gesund? Wir zeigen dir, ob die Banane basisch ist, welche Vitamine sie liefert und in welcher Form du sie am besten genießen solltest.

Säure-Basen-Haushalt und der PRAL-Wert erklärt

Als natürlicher Energiespender und langanhaltender Sattmacher hat die Banane ihren festen Platz in unserer Ernährung eingenommen. Doch auch für unsere innere Balance leistet sie Großartiges. Mit einem PRAL-Wert von -7 gilt sie als absolutes Schwergewicht unter den basischen Lebensmitteln und hilft dem Körper so beim Entsäuern. Doch was steckt hinter dieser Abkürzung?

Der PRAL-Wert (Potential Renal Acid Load) misst die tatsächliche Säurelast eines Lebensmittels, die nach dem Essen im Körper entsteht. Ein Wert im Minusbereich, wie bei der Banane, zeigt dir sofort, dass ein Lebensmittel reich an basischen Mineralstoffen ist. Befindet sich der Wert im positiven Bereich, handelt es sich um einen Säurebildner, der den Körper nach dem Essen fordert. Aber warum interessieren uns diese Werte überhaupt? Weil sie die wichtigste Grundlage für ein funktionierendes Säure-Basen-Gleichgewicht sind.

Die wichtigste Aufgabe dieses Systems ist es, den pH-Wert unseres Blutes stabil bei etwa 7,4 zu halten. Das bedeutet, dass unser Blut von Natur aus immer leicht basisch sein muss. Nur dann können unsere Organe überhaupt funktionieren. Um diesen lebenswichtigen Wert im Gleichgewicht zu halten, braucht dieses System Unterstützung von außen.

Mit reichlich Gemüse und frischem Obst können wir ihm genau diese Hilfe geben und ihn mit wertvollen basischen Mineralien versorgen. Setzen wir in der Küche hingegen primär auf Fleisch, Fertiggerichte und viel Zucker, entstehen beim Abbau Unmengen an Säuren, die das System stark fordern. Oft reagiert der Körper dann mit klaren Warnsignalen: Man fühlt sich dann dauernd müde und kraftlos, die Muskeln zwicken oder die Verdauung spielt verrückt. Sogar Pickel, eine Schwäche für Infekte, fiese Verspannungen und saures Aufstoßen können ein Zeichen dafür sein. Dementsprechend sind basische Lebensmittel wie die Banane so wertvoll, um das System zu entlasten. Außerdem macht sie satt und versorgt den Körper mit Energie.

Bananen sind basisches Obst

Rohkost, Smoothie oder Bananenbrot: Sind alle Varianten basisch?

Wer die Banane roh isst, kann nichts falsch machen, da sie naturbelassen und unverarbeitet einen negativen PRAL-Wert hat und gleichzeitig alle Nährstoffe liefert. Auch als Smoothie bleibt die Frucht ein hervorragender Basenbildner, solange das Getränk vor allem aus Obst, grünem Gemüse, Beeren oder Wasser besteht und auf zusätzlichen Zucker, Sirup oder Milchprodukte verzichtet wird. Beim Bananenbrot sieht es hingegen anders aus. Zutaten wie Weizenmehl, Eier, Butter und Industriezucker haben einen positiven PRAL-Wert und wirken im Körper dementsprechend säurebildend. Wer auf den Kuchen nicht verzichten möchte, kann sich aber eine basenfreundliche Alternative backen, bei der Weizen und Zucker durch Hafermehl, Nüsse oder Samen ersetzt werden.

Das gelbe Superfood: Weitere gesundheitliche Vorteile der Banane

Eine einzige Banane wiegt im Schnitt etwa 120 Gramm, liefert rund 100 Kilokalorien und ist extrem fett- und eiweißarm. Neben lebenswichtigen Vitaminen wie Vitamin C, A, E und verschiedenen B-Vitaminen (besonders B6) liefert sie wichtige Spurenelemente und Mineralstoffe. Was diese Nährstoffe genau in deinem Körper bewirken und warum die Banane ein echtes Superfood ist, siehst du hier:

  • Starkes Herz-Kreislauf-System: Mit etwa 550 Milligramm Kalium pro Frucht unterstützt die Banane deine Nieren und hält den Blutdruck im grünen Bereich. Das senkt das Risiko für Schlaganfälle und hält das Herz fit.
  • Natürlicher Schlankmacher: Die Ballaststoffe füllen den Magen langanhaltend und zügeln den Appetit. Das hilft dir dabei, Heißhungerattacken auf Süßigkeiten ganz einfach zu umgehen.
  • Entlastung für den Magen: Der lösliche Ballaststoff Pektin beruhigt den Magen und baut eine gesunde Darmflora auf. Während unreife, grüne Bananen fiese Verstopfungen lösen und bei Durchfall helfen, lindern reife Früchte Blähungen.
  • Schutz vor Krankheiten: Vitamin C kurbelt die Produktion der weißen Blutkörperchen an und stärkt deine Immunabwehr. Das Magnesium in der rohen Frucht sorgt außerdem dafür, dass die Knochen stabil bleiben.
  • Nervennahrung: Das enthaltene Vitamin B6 hilft dem Körper dabei, wichtige Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin herzustellen – also genau die Hormone, die deine Stimmung aufhellen. Gleichzeitig fördert es die Konzentration, stärkt das Gedächtnis und sorgt für eine rundum gesunde Gehirnfunktion.
Heidelbeer-Bananenmilch in einem Glas, daneben Bananen, Heidelbeeren und Blätter.

Wie viele Bananen sollte man täglich essen?

Wir empfehlen den Verzehr von ein bis zwei Bananen täglich, um den Nährstoff optimal abzudecken. Ob die Schale noch grün oder schon vollreif gelb ist, ist für deine Säure-Basen-Balance völlig egal, da beide Varianten gleichermaßen basenbildend wirken. Unterscheiden tun sie sich nur bei den Kohlenhydraten. Die noch grünliche Banane liefert wenig Zucker und viel resistente Stärke, wodurch der Blutzucker flach bleibt, sie liegt aber etwas schwerer im Magen. Die reife gelbe Banane ist dagegen süßer und leichter bekömmlich, weshalb sie schnelle Energie für den Sport liefert, bei Diabetes aber nur in Maßen gegessen werden sollte. Einzig bei Nierenleiden oder bestimmten Medikamenten sollte man aufpassen, da das Kalium in der Banane sich sonst gefährlich im Blut anreichern kann.

Geschnittene Bananen mit Minze in einer Schale – Bananen zählen zu den basischen Lebensmitteln und passen zu einer basenreichen Ernährung.

Sind Bananen gut bei Übersäuerung?

Als hochbasisches und extrem säurearmes Lebensmittel sind Bananen bei einer Übersäuerung und Sodbrennen absolut empfehlenswert. Die Stärke der Banane verhält sich im Magen wie ein natürlicher Schwamm, der überschüssige Magensäure direkt aufsaugt und so schnellen Schutz bei saurem Aufstoßen bietet. Außerdem schützt der weiche Fruchtbrei die empfindlichen Schleimhäute der Speiseröhre vor schmerzhaften Reizungen. Für diesen lindernden Effekt musst du allerdings unbedingt zu vollreifen Früchten greifen. Unreife Bananen liegen durch ihre feste Struktur deutlich schwerer im Magen, was die Produktion von Magensäure ankurbelt und das Sodbrennen zusätzlich verstärken kann.

Reife Bananenstauden nach der Ernte – Bananen zählen zu den basischen Lebensmitteln und eignen sich für eine basenreiche Ernährung.

So bleiben deine Bananen frisch und gesund

Wie bei fast allen Obstsorten, lohnt es sich auch bei der Banane zur Bio-Ware zu greifen. Herkömmliche Früchte werden beim Anbau oft mit Pestiziden behandelt und deren Rückstände können auf der Schale haften bleiben. Wenn du dennoch herkömmliche Bananen kaufen möchtest, solltest du dir nach dem Pellen die Hände waschen, um diese Rückstände zu entfernen.

Nach dem Einkauf ist ein schattiger Platz bei Zimmertemperatur am besten geeignet, denn im Kühlschrank verlieren die Bananen ihren Geschmack und verfärben sich braun. Am besten kauft man ohnehin noch leicht grünliche Früchte, da diese länger halten. Wenn du den Reifeprozess beschleunigen willst, kannst du sie einfach mit Äpfeln in eine Schale legen. Selbst wenn sie komplett braun sind, kannst du sie trotzdem bedenkenlos verzehren oder sogar einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt essen.

Weitere basische Lebensmittel

Selbstverständlich besteht eine ausgewogene, basische Ernährung nicht nur aus Bananen. Um deinem Körper die nötige Abwechslung zu bieten, gehören täglich verschiedene Sorten an Gemüse und Obst auf den Teller. Wir empfehlen dabei eine Ernährungsweise, die sich zu 70 bis 80 Prozent aus basenbildenden Nahrungsmitteln wie Kartoffeln, Spinat, Zitronen, Äpfeln, Beeren und ungesüßten Kräutertees zusammensetzt. Fleisch, Milchprodukte und andere Säurebildner sollten dabei nur einen kleinen Anteil von 20 bis 30 Prozent ausmachen.

Falls das frische Kochen zwischen Beruf und Familienleben mal zu kurz kommt, fangen dich unsere Nahrungsergänzungsmittel perfekt auf. Schnell in einem Glas Wasser angerührt, versorgen sie deinen Körper mit wertvollen basischen Mineralstoffen und schenken dir Energie für den Tag.

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