Wenn man in der Ernährung von “basisch” spricht, meint man damit, wie ein Lebensmittel nach der Verdauung im Körper wirkt. Diese Wirkung beeinflusst direkt deinen Säure-Basen-Haushalt, also das System, welches das Verhältnis von Säuren und Basen in deinem Körper im Gleichgewicht hält. Ob etwas sauer oder basisch ist, wird anhand des pH-Werts gemessen. Werte unter 7 gelten als sauer und Werte über 7 gelten als basisch.
Wir Menschen brauchen zwingend ein leicht basisches Milieu, vor allem im Blut, wo der Wert stets bei etwa 7,4 liegen muss. Nur in diesem Bereich können das Gehirn, die Organe und die Muskeln reibungslos funktionieren. Bereits kleinere Abweichungen nach unten (also in den sauren Bereich) wären für den Körper lebensgefährlich. Deshalb arbeitet unser Körper tagtäglich daran, diesen leicht basischen Zustand aufrechtzuerhalten. Dafür sind sogenannte Puffersysteme zuständig.
Was dieses Gleichgewicht jedoch ständig aus der Bahn wirft, sind Säuren. Diese bilden sich in unserem Körper vor allem durch unsere moderne Ernährung mit viel Fleisch, Wurst, Käse, Eiern und Getreideprodukten. Aber auch Genussmittel wie Zucker, Kaffee und Alkohol sowie zuckerhaltige Getränke werden säureüberschüssig verstoffwechselt. Nicht nur das Essen, sondern auch unsere Lebensweise – etwa durch dauerhaften Stress, Schlafmangel oder zu wenig Bewegung können den Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht bringen.
Normalerweise ist der Körper selbst dazu in der Lage, diese Säure auszugleichen, indem er einen Teil durch die Lunge einfach ausatmet und einen anderen Teil durch die Nieren und den Darm ausscheidet. Fallen jedoch dauerhaft zu viele Säuren an, braucht der Körper Unterstützung von außen. Das kannst du mit einer Ernährung, die zu rund 80 % aus basischen Lebensmitteln besteht, gewährleisten.