Mandeln fallen aus einem umgekippten Glas

Sind Mandeln basisch? Die verlässlichste Nuss für deine basische Ernährung

Mandeln haben einen guten Ruf in der basischen Küche, und der ist verdient. Anders als bei manchen anderen Nüssen kannst du hier einfach zugreifen, ohne lange nachzudenken. Ja, Mandeln sind basisch. Und zwar ohne Wenn und Aber.

Wenn du dir trotzdem manchmal unsicher bist, liegt das an widersprüchlichen Tabellen im Internet. Was dahinter steckt, warum geröstete Mandeln eine andere Geschichte erzählen und ob Mandelmus und Mandelmilch mitziehen. Das erkläre ich dir hier.

Mandeln sind basisch, und das ohne Einschränkung

Mandeln werden im Körper basisch verstoffwechselt. Das ist die einhellige Einschätzung, auch von Laetitia, die bei ihren Empfehlungen auf die Gesamtverstoffwechselung schaut, nicht nur auf einen einzelnen Laborwert.

Was das für dich bedeutet: Mandeln aus dem Vorratsglas funktionieren genauso gut wie frisch gekaufte. Kein Frische-Check, kein Qualitätsvorbehalt wegen der Lagerung. Du nimmst eine Handvoll roh, ungesalzen. Fertig.

Das unterscheidet Mandeln übrigens deutlich von Walnüssen, die nur dann basisch wirken, wenn sie wirklich frisch sind. Bei Walnüssen reagieren die empfindlichen Omega-3-Fettsäuren mit Sauerstoff und verlieren dabei ihre basischen Eigenschaften. Mandeln haben dieses Problem nicht in gleichem Maß. Sie sind die zuverlässigere Wahl für den Alltag.

Was in der Mandel steckt, das zählt

Das „Warum“ hinter der basischen Wirkung lässt sich gut erklären, wenn man sich anschaut, was in der Mandel eigentlich drinsteckt.

Mandelkerne in Nahaufnahme in einer Tüte visualisieren die Frage, ob Mandeln basisch sind.

Kalium und Calcium als Basenbildner

Mandeln bringen 835 mg Kalium pro 100 g mit. Kalium ist einer der wichtigsten Basenbildner überhaupt, weil er direkt an der pH-Regulation in den Zellen beteiligt ist und dabei hilft, Säuren zu neutralisieren. Beim Säure-Basen-Haushalt zählt Kalium zu den Mineralien, ohne die gar nichts läuft.

Dazu kommt Calcium: 252 mg pro 100 g, mehr als die meisten anderen Nüsse liefern. Auch Calcium spielt als Puffermineralstoff eine Rolle, nicht nur für Knochen und Nerven. Wer sich basisch ernährt und gleichzeitig gut versorgt sein möchte, ist mit der Mandel gut aufgestellt.

Mandeln fliegen aus einer weißen Schüssel.

Warum manche Tabellen trotzdem andere Werte zeigen

Wer sich bei Mandeln durch verschiedene Tabellen klickt, stößt manchmal auf Angaben, die Mandeln als säurebildend einordnen. Das ist kein Fehler, sondern eine Frage der Methode. Die PRAL-Formel (Potential Renal Acid Load) berechnet, welche Säurelast auf die Niere wirkt, berücksichtigt dabei aber nicht, was der restliche Verdauungsweg mit einem Lebensmittel macht. Laetitia schaut auf das Gesamtbild und kommt deshalb zu einem anderen Ergebnis. Bei Mandeln überwiegen im Körper die basenbildenden Effekte von Kalium und Calcium, und genau das zählt in der basischen Ernährung.

Sind geröstete Mandeln noch basisch?

Die Frage taucht oft auf, und sie ist berechtigt. Die Antwort ist weniger eindeutig als bei rohen Mandeln.

Mandeln liegen ausgebreitet auf einem weißen Untergrund.

Was beim Rösten passiert

Beim Rösten verändern sich die chemischen Strukturen in der Mandel. Die Maillard-Reaktion, die für den typischen Röstgeschmack sorgt, erzeugt Hunderte neuer chemischer Verbindungen, die in rohen Lebensmitteln nicht vorhanden sind. Gleichzeitig werden die ungesättigten Fettsäuren durch Hitze oxidiert, was im Körper säurebildend wirkt. Mandeln sind dabei weniger anfällig als Walnüsse, weil sie kaum Omega-3-Fettsäuren enthalten, die besonders hitzeempfindlich sind. Aber die Tendenz geht trotzdem in die säurebildende Richtung.

Für gelegentlichen Genuss in einer ansonsten ausgewogenen Ernährung ist das kein Drama. Wer aber gerade eine Basenkur macht oder Basenfasten betreibt, sollte bei rohen Mandeln bleiben.

Mandeln, gesalzen in dünne Scheiben geschnitten in Nahaufnahme. Das Bild beschreibt hier die Frage, ob gesalzene Mandeln basisch sind.

Sind gesalzene Mandeln basisch?

Gesalzene Mandeln aus dem Supermarkt sind so gut wie immer geröstet. Obendrauf kommt das Salz selbst, das eine zusätzliche Säurelast mitbringt. Für die basische Ernährung scheiden gesalzene Röstmandeln damit aus. Roh und ungesalzen: das ist hier das Stichwort.

Mandeln beim Basenfasten

Mandeln gehören beim Basenfasten zur Standardausrüstung. Kein Wunder: Sie liefern Energie, Protein und die wichtigsten Basenbildner in einem, und das ohne jede Lagerungseinschränkung.

Eine kleine Handvoll täglich ist ein sinnvoller Richtwert. Sie passen gut als Snack zwischendurch, ins morgendliche Porridge oder als Topping auf basischen Salaten. Wer sie morgens zum Frühstück isst, profitiert außerdem von einem praktischen Nebeneffekt: Mandeln verlangsamen den Blutzuckeranstieg nach der Mahlzeit und sorgen für längeres Sättigungsgefühl, was den Hunger auf säurebildende Zwischenmahlzeiten reduziert.

Beim Kaloriengehalt lohnt ein zweiter Blick. Mandeln bringen rund 600 kcal pro 100 g mit, also wirklich eine Handvoll, nicht die ganze Tüte. Das gilt aber für alle Nüsse. Kein Grund, sie zu meiden, sondern nur ein Grund, bewusst zu genießen.

Sind Mandelmus und Mandelmilch basisch?

Mandeln lassen sich auf viele Arten in den Alltag integrieren, als Mus auf dem Brot, als Milch im Porridge oder im Kaffee. Die gute Nachricht: Die basischen Eigenschaften der Mandel bleiben dabei grundsätzlich erhalten. Worauf es beim Kauf ankommt, ist die Zutatenliste.

Mandelmus wird aus einer kleinen Schüssel gedippt

Mandelmus

Rohe Mandeln werden zu Mandelmus. Die basischen Eigenschaften bleiben erhalten, solange das Mus wirklich nur aus Mandeln besteht. Kein Salz, kein Zucker, kein Pflanzenöl. Schau beim Kauf kurz auf die Zutatenliste: Ein gutes Mandelmus hat dort genau einen Eintrag.

Mandelmus aus gerösteten Mandeln wirkt genauso abgeschwächt wie die Röstmandeln selbst. Das erkennst du am Geschmack meist schon: Der Röstton ist deutlich.

Auf einem dunkelblauen Hintergrund stehen verschiedene pflanzliche Lebensmittel: In der Mitte eine Glasflasche mit heller Pflanzenmilch, daneben ein weißer Getränkekarton und ein größerer Behälter im Hintergrund. Im Vordergrund steht ein Teller mit Cashewkernen. Um den Teller herum liegen verstreut Nüsse und Haferflocken.

Mandelmilch

Mandelmilch ist basisch, solange kein Zucker oder andere säurebildende Zutaten drin sind. Laetitia bestätigt das klar: Was aus basischen Zutaten besteht, wirkt auch basisch. Beim Kauf im Laden gilt daher dieselbe Regel wie beim Mus: Zutatenliste prüfen.

Selbst gemacht ist Mandelmilch am verlässlichsten: Mandeln über Nacht einweichen, mixen, durch ein Tuch abgießen. Fertig ist eine Mandelmilch ohne Fragezeichen auf der Zutatenliste.

Mehr darüber, welche pflanzlichen Milchalternativen insgesamt basisch sind, findest du in unserem Überblick zu basischen Milchalternativen.

Den Säure-Basen-Haushalt gezielt unterstützen

Mandeln leisten viel, aber der Körper braucht Unterstützung auf mehreren Ebenen, besonders in Phasen mit höherer Belastung. Magnesium und Calcium als Puffermineralstoffe sind dabei zentral und gerade beim Basenfasten besonders gefragt.

Das Urbase Basenmineralpulver von Laetitia liefert Magnesium- und Calciumcarbonat sowie Zink in einer gezielten Kombination. Es gibt drei Varianten (Urbase I, II und III), die sich je nach Bedarf und Verträglichkeit unterscheiden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ja, Mandeln sind bei Übersäuerung eine gute Wahl. Sie liefern Kalium und Calcium, zwei der wichtigsten Basenbildner, und werden im Körper basisch verstoffwechselt. Schon eine Handvoll roher, ungesalzener Mandeln täglich kann einen sinnvollen Beitrag leisten. Geröstete oder gesalzene Varianten scheiden dafür aus.

Bei Übersäuerung eignen sich vor allem Mandeln, Paranüsse, Macadamianüsse und frische Walnüsse, weil sie basisch verstoffwechselt werden und Kalium sowie Calcium mitbringen. Haselnüsse, Cashews und Erdnüsse zählen dagegen zu den säurebildenden Nüssen und sollten bei einer Basenkur zurückstehen.

Nein, in ihrer basischen Wirkung sind geröstete Mandeln deutlich abgeschwächt, manche Quellen ordnen sie bereits als leicht säurebildend ein. Für eine aktive Basenkur oder das Basenfasten sind rohe Mandeln die richtige Wahl. Gelegentlicher Genuss von Röstmandeln in einer sonst ausgewogenen Ernährung ist aber kein Problem.

Haselnüsse, Cashewkerne und Erdnüsse werden säurebildend verstoffwechselt. Sie sind nährstoffreich und müssen nicht ganz aus der Ernährung gestrichen werden, aber für eine Basenkur passen sie nicht.

Ja, Mandeln sind beim Basenfasten ausdrücklich erlaubt. Sie gehören zu den empfohlenen Basenbildnern, liefern Protein, Kalium und Calcium, und machen gut satt. Rohe, ungesalzene Mandeln in Maßen sind die ideale Form.

Die Mandel macht es einem leicht

Manche Dinge in der basischen Ernährung erfordern Aufmerksamkeit: bei Walnüssen die Frische, bei Cashews ein klares Nein, bei verschiedenen Tabellen das Hinterfragen der Methode. Bei Mandeln ist es einfach. Roh, ungesalzen, eine Handvoll täglich.

Wenn du dich fragst, welche anderen Nüsse so zuverlässig sind, schau dir unseren Überblick zu basischen Nüssen an. Und falls dich interessiert, warum Walnüsse eben doch etwas Aufmerksamkeit brauchen, erklärt das unser Artikel Sind Walnüsse basisch?

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