Erdnüsse in ihren Schalen – Erdnüsse zählen nicht zu den basischen Nüssen.

Sind Erdnüsse basisch? Was die meisten nicht wissen

Du greifst zur Handvoll Erdnüsse und fragst dich kurz, ob das gerade zu deiner basischen Ernährung passt. Eine gute Frage, und die Antwort überrascht viele, die sich ansonsten gut mit Lebensmitteln auskennen.

Erdnüsse sind nicht basisch. Sie zählen zu den säurebildenden Lebensmitteln und sollten beim strikten Basenfasten gemieden werden. Warum das so ist, hat einen botanischen Grund, den die wenigsten auf dem Schirm haben, und der auch erklärt, warum sich Erdnüsse in mancher Hinsicht ganz anders verhalten als Mandeln oder Paranüsse.

Was "säurebildend" für deinen Alltag bedeutet, ob du Erdnüsse trotzdem essen kannst und welche Nüsse du stattdessen genießen darfst, erfährst du hier.

Erdnüsse sind nicht basisch, sondern säurebildend

Erdnüsse sind nicht basisch, sondern zählen zu den säurebildenden Lebensmitteln, weil der Körper sie wie Hülsenfrüchte verstoffwechselt. Das zeigt sich daran, dass der pH-Wert des Urins nach dem Verzehr leicht absinkt, weil der Körper Säure ausscheiden muss, die beim Abbau der Inhaltsstoffe entsteht.

Gebäck mit gehackten Erdnüssen – Erdnüsse zählen nicht zu den basischen Nüssen, aber lassen sich vielseitig in der Ernährung verwenden.

Erdnüsse sind keine echten Nüsse, sondern Hülsenfrüchte

Das klingt vielleicht nach botanischem Kleinkram, ist aber der Schlüssel zum Verständnis. Erdnüsse (Arachis hypogaea) gehören zur Familie der Fabaceae, also zu den Hülsenfrüchten, nicht zu den Baumnüssen. Sie wachsen unterirdisch in einer Schote, genau wie Erbsen und Linsen. Was wir umgangssprachlich als „Nuss“ bezeichnen, ist tatsächlich ein Samen.

Diese Verwandtschaft macht den Unterschied. Echte Nüsse wie Mandeln oder Walnüsse haben ein ganz anderes Nährstoffprofil, und Hülsenfrüchte enthalten besonders viel Eiweiß und Phosphor.

Erdnüsse mit und ohne Schale auf einem Holztisch.

Warum Hülsenfrüchte säurebildend wirken

Bei der Verdauung eiweißreicher Lebensmittel entstehen schwefelhaltige Aminosäuren, die der Körper zu Sulfat abbaut, einer Säure. Dazu kommt der hohe Phosphorgehalt von Erdnüssen, der ebenfalls zur Säurelast beiträgt. Der Körper neutralisiert diese Säure, indem er basische Mineralstoffe einsetzt, vor allem Calcium und Magnesium. Das ist der Grund, warum säurebildende Lebensmittel bei übermäßigem Verzehr den Säure-Basen-Haushalt belasten können.

Erdnüsse liegen in gängigen Säure-Basen-Tabellen deutlich im positiven PRAL-Bereich, vergleichbar mit anderen Hülsenfrüchten wie Linsen.

Säurebildend heißt nicht, dass Erdnüsse schlecht für dich sind

Hier lohnt es sich, einen Moment innezuhalten. Säurebildend ist nicht gleichbedeutend mit ungesund, auch wenn das oft so klingt.

Erdnüsse liefern reichlich wertvolle Nährstoffe: viel Protein, dazu Magnesium, Kalium, Vitamin B3 und einfach ungesättigte Fettsäuren. Sie sind nährstoffdicht und haben im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung durchaus ihren Platz.

Das Entscheidende ist der Kontext. Isst du insgesamt sehr basenreich, also viel Gemüse, Obst und basische Nüsse, dann fällt eine Handvoll Erdnüsse nicht ins Gewicht. Problematisch wird es erst, wenn säurebildende Lebensmittel die Ernährung dominieren und basische kaum vorkommen. Die Faustregel lautet in den meisten Basenkost-Konzepten: 80 Prozent basisch, 20 Prozent säurebildend.

Beim Basenfasten allerdings ist die Lage klarer. Dort gilt die strikte Vorgabe, säurebildende Lebensmittel für den Zeitraum vollständig wegzulassen, und Erdnüsse sowie Erdnussbutter gehören dann nicht auf den Speiseplan.

Macht die Zubereitung einen Unterschied?

Eine häufige Folgefrage lautet: Und wenn sie geröstet sind? Oder gesalzen? Macht das irgendeinen Unterschied für den Säure-Basen-Haushalt? Nicht in die positive Richtung.

Gesalzene Erdnüsse sind nach wie vor säurebildend, denn das Natrium im Salz ändert am PRAL-Wert der Erdnuss selbst nichts. Hinzu kommt, dass sehr salzige Snacks den Körper dazu bringen, mehr Wasser auszuscheiden, was den Mineralstoffhaushalt zusätzlich belasten kann. Bei einer basenbewussten Ernährung sind gesalzene Erdnüsse also noch weniger empfehlenswert als die naturbelassene Variante.

Geröstete Erdnüsse bleiben ebenfalls säurebildend. Das Rösten verändert die Fettzusammensetzung minimal, hat aber keinen Einfluss auf den Säure-Basen-Effekt. Viele geröstete Varianten enthalten zusätzlich Öl und Salz, weshalb sie für Basenkost noch weniger geeignet sind.

Ähnliches gilt für Erdnussbutter, die botanisch gesehen pürierte Hülsenfrüchte und daher ebenfalls säurebildend ist. Konventionelle Sorten enthalten außerdem oft Zucker und Palmöl. Wer eine cremige Alternative sucht, greift besser zu Mandelmus, denn Mandeln sind basisch und liefern mit rund 22 g Protein pro 100 g fast genauso viel Eiweiß.

Diese Nüsse sind wirklich basisch

Die gute Nachricht: Es gibt genug Nüsse und Samen, die gut zu einer basischen Ernährung passen. Hier eine Übersicht der gängigsten Sorten:

 

Nuss / Samen

Wirkung im Körper

Mandeln

basisch

Paranüsse

basisch

Macadamianüsse

basisch

Kastanien

basisch

Kürbiskerne

säurebildend

Sonnenblumenkerne

säurebildend

Pistazien

neutral bis leicht basisch

Cashewkerne

säurebildend

Haselnüsse

leicht säurebildend

Walnüsse

basisch (frisch)

Pekannüsse

leicht säurebildend

Erdnüsse

säurebildend

 

Mandeln sind die beliebteste Wahl, weil sie mild schmecken und sich vielseitig einsetzen lassen, roh, als Mandelmus oder in Smoothies, und weil sie gleichzeitig Kalium und Calcium liefern. Paranüsse punkten mit einem außergewöhnlich hohen Selengehalt.

Eine vollständige Übersicht, welche Nüsse basisch sind und wie du sie am besten in deinen Alltag integrierst, findest du in unserem Ratgeber Welche Nüsse sind basisch?.

Den Säure-Basen-Haushalt von innen unterstützen

Basische Ernährung ist kein Alles-oder-Nichts-Konzept. Es geht darum, dem Körper genug basische Mineralstoffe zu geben, damit er seinen pH-Wert in Blut und Gewebe stabil halten kann, was er unter normalen Umständen sehr gut schafft, wenn er die richtigen Bausteine bekommt.

Neben der Lebensmittelauswahl kann die Mineralstoffversorgung gezielt ergänzt werden. Das Urbase Basenmineralpulver von Laetitia liefert Magnesium- und Calciumcarbonat sowie Zink, Mineralstoffe also, die im Säure-Basen-Haushalt eine wichtige Rolle spielen und die viele Menschen über die Ernährung allein nicht ausreichend aufnehmen. Es gibt drei Varianten (Urbase I, II und III), die sich je nach Bedarf unterscheiden. Schau gerne in der Urbase-Produktübersicht vorbei, welche am besten zu dir passt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Erdnüsse sind säurebildend, nicht basisch. Botanisch gehören sie zu den Hülsenfrüchten und werden im Körper ähnlich verstoffwechselt wie Linsen oder Erbsen, wobei beim Abbau ihrer eiweißreichen Inhaltsstoffe Säuren entstehen, die der Körper neutralisieren muss.

Mandeln, Paranüsse, Macadamianüsse, Kastanien und frische Walnüsse gelten als basisch wirkende Nüsse und sind gut geeignet für eine basenreiche Ernährung. Sie werden im Körper basisch verstoffwechselt und belasten den Säure-Basen-Haushalt nicht. Haselnüsse wirken dagegen leicht säurebildend.

Bei einer Übersäuerung empfehlen sich vor allem Mandeln, Paranüsse und Macadamianüsse, weil sie basisch verstoffwechselt werden und gleichzeitig wertvolle Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium liefern, die dem Körper beim Neutralisieren der Säurelast helfen.

Nein, gesalzene Erdnüsse sind ebenfalls säurebildend, da das Salz am PRAL-Wert der Erdnuss selbst nichts ändert. Zusätzlich belastet der hohe Natriumgehalt gesalzener Varianten den Mineralstoffhaushalt, weshalb sie bei einer basenbewussten Ernährung noch weniger empfehlenswert sind als naturbelassene Erdnüsse.

Beim Basenfasten solltest du Erdnüsse weglassen. Da Basenfasten darauf beruht, für einen bestimmten Zeitraum ausschließlich basische und neutrale Lebensmittel zu essen, haben säurebildende Hülsenfrüchte wie Erdnüsse dort keinen Platz, unabhängig davon, ob sie roh, geröstet oder als Erdnussbutter vorliegen.

Erdnüsse: säurebildend, aber kein Tabu

Erdnüsse sind nicht basisch. Als botanische Hülsenfrüchte wirken sie säurebildend und passen nicht ins Basenfasten. Im normalen Alltag musst du sie nicht ganz vom Speiseplan streichen, solange der Rest deiner Ernährung reich an basischen Lebensmitteln ist. Eine Handvoll naturbelassener Erdnüsse fällt dann nicht ins Gewicht.

Wenn du nach knackigen, wirklich basischen Alternativen suchst, sind Mandeln die einfachste Wahl. Paranüsse und Macadamianüsse sind ebenfalls ausgezeichnete Optionen. Welche Nüsse noch auf die basische Einkaufsliste gehören, zeigt dir unser Überblick zu basischen Nüssen.

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