Koriander: Eine sonderbare Wunderpflanze

Bei den einen beliebt, bei den anderen verhasst: Koriander polarisiert wie kaum eine andere Pflanze.
Aber egal, wie man zum Geschmack von Koriander stehen mag – seine gesundheitliche Wirkung spricht für sich!

Was ist Koriander?

Koriander (auch: Wanzendill, Schwindelkraut oder asiatische Petersilie) ist eine der ältesten Gewürz- und Heilpflanzen der Welt. Ihren Ursprung hat sie im östlichen Mittelmeerraum, wo sie schon vor über 3000 Jahren als Grabbeigabe verwendet wurde. Heute ist Koriander vor allem als Gewürz in der asiatischen, arabischen und südamerikanischen Küche beliebt.

Woher kommt Koriander?

Seinen Ursprung hat der Koriander in den Ländern des östlichen Mittelmeerraums. Auch heute wird er noch in Ägypten, Marokko und Tunesien angebaut. Diese Länder sind aber längst nicht mehr die einzigen Anbaugebiete: auch Deutschland, die Niederlande, Italien, Russland, Vietnam, Indien oder Argentinien zählen dazu.

Koriander und sein Geschmack

Die Samen und Blätter von Koriander unterscheiden sich stark im Geschmack. Leicht pikant und süßlich schmeckend, erinnern die Samen an Orangen. Sie kommen unter anderem als Plätzchengewürz zum Einsatz. Die Blätter zeichnen sich hingegen durch ein scharf-säuerliches und für manche Menschen seifiges Aroma aus. Sie werten damit beispielsweise orientalische Bohnengerichte auf.

Warum schmeckt Koriander nach Seife?

Manche Menschen empfinden den Geschmack von Korianderblättern als seifig. Studien zufolge könnte es daran liegen, dass diese Menschen über ein bestimmtes Gen verfügen (OR6A2), welches dafür sorgt, dass sie Aldehyde besonders gut erkennen. Diese Aldehyde sind nicht nur in Koriander enthalten, sondern auch in Seifen – daher der seifige Geschmack.

Verwechslungsgefahr: Ist Koriander Petersilie?

Nein, Koriander und Petersilie sind zwei verschiedene Pflanzen. Zwar ähneln sie sich in Sachen Aussehen und Textur, doch geschmacklich unterscheiden sie sich merklich. Petersilie schmeckt mild-scharf, während Koriander eine leicht säuerliche Note aufweist. Allerdings zählen beide Pflanzen zur Familie der Doldenblütler – sie sind also verwandt.

Ist Koriander gesund?

Ja, Koriander ist sehr gesund. Er enthält kaum Fett, Kohlenhydrate oder Kalorien, kann jedoch dank seines vergleichsweise hohen Ballaststoffgehalts sattmachen. Außerdem punkten die frischen Blätter mit Antioxidantien wie Vitamin C und Chlorophyll, die das Krankheitsrisiko mindern können. In den Samen sind wiederum wichtige Mineralien wie Magnesium oder Mangan enthalten.

Die Heilpflanze Koriander: Wirkung auf den Körper

In vielerlei Hinsicht kann Koriander eine positive Wirkung auf den Körper entfalten:

  • Magen-Darm-Trakt: Im ätherischen Öl der Koriandersamen befinden sich sekundäre Pflanzenstoffe, die die Verdauungssäfte und Enzyme im Körper aktivieren. Dadurch kann Korianderöl Magen-Darm-Beschwerden wie Krämpfe oder Blähungen lindern.
  • Gegen Krankheitserreger: Der Stoff Dodecenal kann Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze und Salmonellen abtöten und so Lebensmittelvergiftungen vorbeugen.
  • Entzündungshemmende Wirkung: Die in den Blättern enthaltenen Antioxidantien können Entzündungen (z.B. Rheuma) lindern und vor diesen schützen.
  • Entgiftung: Koriander kann die Moleküle von Giften und Schwermetallen (z.B. Quecksilber) im Körper binden und aus dem Körper befördern. Deshalb kommt Koriander häufig bei Detox-Kuren zum Einsatz.
  • Bitterstoffe: Koriander weist einen hohen Gehalt an Bitterstoffen auf und kann auf diese Weise die Verdauung anregen.

Korianderfrüchte

Nicht nur die Korianderblätter, sondern auch die Früchte der Pflanze haben eine positive Wirkung auf den menschlichen Organismus. Denn genau wie in den Blättern stecken in den Korianderfrüchten wertvolle ätherische Öle, welche die Verdauung stimulieren. Auch äußerlich können sie angewendet werden und bei der Wundheilung der Haut unterstützen. Die Öle der Korianderfrüchte werden in Deutschland oft in Weihnachtsgebäck zum Einsatz gebracht, da ihr süßliches Aroma an das der Orangenschale erinnert. Um die Öle der Korianderfrüchte nutzbar zu machen, müssen sie zunächst mit einem Mörser angestoßen werden. Erst dann können sie in der Medizin und in der Küche verwendet werden.

Korianderfrüchte

Koriander: Verwendung in der Küche

In der Küche können Sie Koriander vielseitig verwenden. Die frischen und gewaschenen Blätter passen zum Beispiel hervorragend zu thailändischen Gerichten. Nicht zuletzt deshalb ist Koriander eine bewährte Zutat in Curry-Gewürzmischungen. Sie können Koriander aber auch als Pulver zum Würzen von Weihnachtsplätzchen, Fleischgerichten, Salaten oder Saucen einsetzen.

Koriander harmoniert nicht zuletzt hervorragend mit anderen Zutaten, wie zum Beispiel Ingwer, Kümmel und Nelken. Von dieser Kombination können Sie sich auch selbst überzeugen, wenn Sie unsere Original Bitterstern Kräutertropfen ausprobieren. Diese natürliche Mischung aus 17 verschiedenen Kräutern eignet sich nicht nur als Nahrungsergänzungsmittel, sondern auch zum Zubereiten von ausgewogenen Gerichten.

Koriander lagern – Die 3 Möglichkeiten

Sie haben Koriander gekauft und noch welchen übrig, aber wissen nicht, wie Sie ihn aufbewahren sollen? Hier stellen wir Ihnen drei bewährte Methoden vor, um Koriander zu lagern:

  1. Kühlschrank: Im Kühlschrank können Sie Koriander für etwa zwei Wochen aufbewahren. Schneiden Sie hierfür etwa 2 Zentimeter an jedem Stiel ab und stellen Sie ihn mit den gekürzten Stielen nach unten in einen Wasserbehälter. Schützen Sie die Blätter mit einem Gefrierbeutel, sodass diese trocken bleiben.
  2. Einfrieren: Kleingehackten Koriander können Sie in einem Gefrierbeutel oder Eiswürfelbehälter für mehrere Monate einfrieren.
  3. Trocknen: Lassen Sie die Zweige an einem dunklen, luftigen Ort etwa zwei Wochen lang trocknen. Zuvor sollten Sie den gewaschenen Koriander mit einem Tuch trocken tupfen und an den Stielen zusammenbinden. Getrockneter Koriander ist in einem gedeckelten Behälter circa ein halbes Jahr lang haltbar.