Um zu verstehen, wie das Feierabendbier auf unseren Körper wirkt, lohnt sich ein Blick auf den sogenannten Säure-Basen-Haushalt. Die Hauptaufgabe dieses Systems ist es, den pH-Wert in unserem Körper im optimalen Gleichgewicht zu halten. Dieser Wert wird anhand einer Skala von 0 bis 14 gemessen, die den aktuellen Zustand unseres inneren Milieus beschreibt. Dabei gilt 7 als neutraler Mittelpunkt. Werte darunter werden als sauer eingestuft, während alles darüber im basischen Bereich liegt.
Unser Blut zum Beispiel weist einen Wert von 7,4 auf und ist daher leicht basisch. Gerät dieser Wert aus dem Gleichgewicht, kann der Sauerstoff in unserem Körper nicht mehr richtig transportiert werden. Das wiederum kann unsere Gesundheit gefährden. Normalerweise sind sogenannte Puffersysteme dafür verantwortlich, diesen Wert stabil zu halten. Doch unser moderner Alltag macht diesen Puffersystemen nicht leicht: Zu viel Stress, Hektik und der Griff zu verarbeiteten Lebensmitteln wie Fleisch, Weißmehl, Zucker oder Alkohol führen dazu, dass beim Abbau dieser Produkte massenhaft Säuren im Körper entstehen.
Um diese Säuren auszugleichen, muss unser Organismus Schwerstarbeit leisten und benötigt dann Hilfe von außen. Mit einer basischen Ernährung geben wir ihm genau das, was er für ein Säure-Basen-Gleichgewicht braucht. Viel Gemüse, frisches Obst und Kräuter sind hierbei essenziell und sollten etwa 70 bis 80 % deines Tellers ausmachen, um einer Übersäuerung entgegenzuwirken und deinen Körper mit wichtigen Mineralstoffen zu versorgen.