Entschlackungskur*

Der menschliche Körper ist wahrlich ein Meisterwerk der Natur. Täglich leistet er Undenkbares, wie den natürlichen Entgiftungsprozess, der dich vor toxischen Stoffen und Stoffwechselprodukten schützt. Eine schlechte Ernährung, viel Stress und Hektik kann jedoch dazu führen, dass dein Stoffwechsel aus dem Rhythmus kommt und die körpereigene Entgiftungsfähigkeit leidet. In der Alternativmedizin wird dann davon gesprochen, dass sogenannte „Schlacken“ gebildet werden, die sich im Verdauungstrakt ablagern, was die Schulmedizin bestreitet.

Wie man die Belastung der Puffersysteme und Entgiftungssysteme auch nennen mag, können wir dir wertvolle Tipps für deine Ernährung geben und wie du deinen Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht halten kannst. Mit einer in der Alterativmedizin auch „Entschlackungskur“ genannten Maßnahme kannst du diese Entgiftungsfähigkeit unterstützen und deinem Körper dabei helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen und deine Gesundheit zu verbessern. Für ein besseres Wohlbefinden und mehr Elan, um den Alltag zu bewältigen!

Ist eine Entschlackungskur etwas für mich?

Wenn du wissen möchtest, ob eine Kur, die deine Puffersysteme wieder ins Gleichgewicht bringen kann, etwas für dich ist, kann dir diese Liste eventuell helfen:

  • Du fühlst dich müde und erschöpft
  • Du leidest an Verdauungsbeschwerden
  • Du warst krank und möchtest deinen Körper bei der Regeneration unterstützen
  • Du möchtest deinem Stoffwechsel, beispielsweise nach Feiertagen mit reichlich Essen, etwas Ruhe gönnen
  • Du möchtest deine Ernährung dauerhaft umstellen

Was sind „Schlacken“?

Mit „Schlacken“ sind in der Alternativmedizin Stoffwechselabfallprodukte und Gifte wie Schwermetalle oder Schimmelpilze gemeint. Es gibt allerdings keine einheitliche Definition von „Schlacken“ im Körper des Menschen. In der Schulmedizin wird die Existenz von „Schlacken“ aufgrund von fehlenden wissenschaftlich belegten Beweisen stark angezweifelt.

Was ist Entschlacken? So funktioniert eine Entschlackungskur!

Bei einer sogenannten Entschlackungskur soll in den Stoffwechselkreislauf eingegriffen und deinem Körper geholfen werden, sich selbst zu reinigen. Du regelst die Zufuhr für deinen Stoffwechselkreislauf herunter, indem du nur leicht Verdauliches mit vielen Ballaststoffen zu dir nimmst. Gleichzeitig aktivierst du das Transportsystem innerhalb deines Körpers durch viel Flüssigkeit und Bewegung.

Um deinen Körper zu „entschlacken“ beziehungsweise bei der Regeneration zu unterstützen ist Folgendes hilfreich:

  • Viel Flüssigkeit in Form von ungesüßten Kräutertees und Wasser
  • Eine nährstoffreiche, ausgewogene Ernährung
  • Ausreichend Schlaf (mindestens 7 Stunden)
  • Möglichst viel Bewegung (an der frischen Luft) wie Yoga, Joggen oder Frühsport
  • Massagen, Leberwickel, Wechselduschen und Saunagänge zur besseren Durchblutung der Haut und Entspannung

Entschlackungskur: Dauer

Es gibt bei den von der Alternativmedizin empfohlenen „Entschlackungskuren“ keine vorgeschriebene Dauer. Oftmals ist jedoch von 3 Tagen Entschlackungskur, 7 Tagen oder 4 Wochen „Entschlackung“ die Rede. Wenn du dich erstmal langsam rantasten möchtest, ist eine kürzere Kur, zum Beispiel übers Wochenende, die richtige Wahl. Wenn du zum Beispiel während der Weihnachtsfeiertage viel gegessen hast und deinen Stoffwechsel etwas entlasten möchtest, sind drei bis sieben Tage ein guter Beginn. Eine Kur mit einer Dauer von 4 Wochen soll den Organen bei der Regeneration helfen.

Nahrungsmittel zum „Entschlacken“

Um deinen Körper erfolgreich zu „entschlacken“, oder wie wir es nennen, die körpereigenen Systeme zu entlasten und ins Gleichgewicht zu bringen, ist es wichtig, auf gesunde und leichtverdauliche Kost zusetzen. Dabei wird auf tierische Produkte verzichtet, weswegen „Entschlackungskuren“ in der Regel vegan sind.

Diese Nahrungsmittel sind während einer „Entschlackungskur“ geeignet:

  • Gemüse
  • Obst
  • Vollkornprodukte
  • Getreideschrot
  • Stilles Wasser
  • Kräutertees

Verzichten solltest du hingegen auf:

  • Fleisch
  • Milchprodukte
  • Eier
  • Kaffee und schwarzen Tee
  • Weißmehl (Brot, Nudeln)
  • Zuckerhaltige Lebensmittel und Süßigkeiten
  • Fertiggerichte

Deine Mahlzeiten solltest du stets aus frischen, bestenfalls saisonalen, Zutaten zubereiten. Gemüse dämpfst du schonend, damit die Vitamine erhalten bleiben. Auf Rohkost solltest du abends verzichten, da diese länger brauchen, um verdaut zu werden. Nimm außerdem genügend Bitterstoffe zu dir, da diese die Leber unterstützen. Kräutertees aus Brennnesseln, Petersilie, Goldrute, Löwenzahn, Mariendistel oder Schachtelhalm helfen dem Körper und dem Darm beim „Entschlacken“.

Ein Essensplan für einen Tag deiner Ernährungskur, oder „Entschlackungskur“ könnte dementsprechend so aussehen:

  • Zum Frühstück einen Smoothie aus frischem Obst und Gemüse
  • Zum Mittagessen einen Salat, gedünstetes Gemüse mit Wildreis oder Vollkornnudeln mit selbstgemachtem Pesto aus Olivenöl, Nüssen und Basilikum
  • Zum Abendessen eine Gemüsesuppe mit Vollkornbrot
  • Zu Trinken mindestens drei Liter Flüssigkeit, zum Beispiel einen Liter Kräutertee und zwei Liter Wasser
Zwischenmahlzeiten sollten vermieden werden, um den Darm zu entlasten. Auch sollten immer mindestens vier Stunden zwischen den Mahlzeiten liegen. Basenfasten als Form der „Entschlackung“ ist ebenfalls möglich.

"Schlacken" vorbeugen

Um dem Risiko, dass dein Körper wieder aus dem Gleichgewicht gerät, was die Alternativmedizin als „Schlackenbildung“ bezeichnet, vorzubeugen, kannst du dich an dem Lebensstil während der Ernährungskur orientieren. Das bedeutet eine ausgewogene, pflanzenbasierte Ernährung mit hochwertigen Ölen, mit der du deinen Stoffwechsel unterstützen kannst. Auch genügend Bewegung gehört dazu. So kann dein Blut besser zirkulieren, was dem Lymphsystem hilft, und Giftstoffe können besser aus deinem Körper ausgeschieden werden.


* mit „Kur“ meinen wir eine Maßnahme, die über einen begrenzten Zeitraum durchgeführt wird