Wechseljahre: Beginn, Dauer und Phasen
Ja, die Liste der möglichen Wechseljahresbeschwerden ist lang. Aber Achtung: nicht jeder ist davon oder nicht von allen Symptomen betroffen. Wir geben dir Tipps an die Hand, wie du mit ihnen umgehst. Sprich auch auf jeden Fall mit deinem Frauenarzt bzw. Allgemeinarzt über die bei dir auftretenden Symptome.
Im Durchschnitt umfassen die Wechseljahre ca. 10 Jahre. Manche Frauen durchlaufen die verschiedenen Wechseljahre-Phasen innerhalb weniger Monate, bei anderen dauern sie hingegen Jahre. Allerdings scheint es statistische Anzeichen dafür zu geben, dass bei Frauen, bei denen die Wechseljahre schon früh auftreten, auch die Dauer insgesamt länger ist und sich über einige Jahre hinziehen wird. Manche Frauen haben kaum oder nur leichte Beschwerden, andere hingegen leiden jahrelang unter starken Beeinträchtigungen ihrer Lebensqualität und benötigen medizinische Unterstützung. Es ist individuell sehr unterschiedlich und abhängig vom jahreszeitlichen Biorhythmus. Mit Ernährung, Bewegung, Achtsamkeit und manchen kleinen Tricks kann man sich selbst gut in der Lebensphase unterstützen.
Um die Zeit der Menopause (letzte Regelblutung) erreichen die Wechseljahre ihren Höhepunkt. Hierzulande sind die meisten Frauen dann ca. 55 Jahre. Es herrscht ein ziemliches Hormonchaos im Körper, was die typischen Wechseljahresbeschwerden hervorrufen kann. Mittlerweile gibt es aber sehr gute Möglichkeiten, um die typischen Beschwerden der Wechseljahre zu lindern.
Wenn ein Jahr nach der Menopause (letzte Regelblutung) keine Regelblutung mehr aufgetreten ist, endet die Fruchtbarkeit der Frau. Der Körper gewöhnt sich an den Mangel an Östrogen: Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen lassen nach. Mit ca. 60 bis 75 Jahren enden die Wechseljahre endgültig und es beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Der Eintritt ins Senium.
Schauen wir uns die Wechseljahre und ihre unterschiedlichen Phasen doch einmal genauer an und was in den unterschiedlichen Stadien alles so passiert:
Schon ab dem 35. Lebensjahr beginnt die Hormonreduzierung im Körper und die Produktion von Östrogen und Progesteron wird weniger. Auch das Hormon Testosteron ist im weiblichen Körper vorhanden und spielt eine Rolle. Diese und weitere Hormone haben Auswirkungen auf den weiblichen Zyklus, weshalb er sich bereits in der Prämenopause verändern kann:
Der Zyklus kann unregelmäßiger werden: manchmal kürzer oder auch länger.
Es kann sein, dass nur noch alle paar Monate eine Regeblutung auftritt.
Menstruationsbeschwerden können plötzlich intensiver werden, auch die Blutung selbst wird manchmal stärker.
Auch PMS (Prämenstruelles Syndrom)-Beschwerden können sich verstärken.
Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, schlechte Laune, Reizbarkeit und nächtliche Schwitzattacken treten in dieser Phase häufig auf.
Vieles davon wird aber von den meisten Frauen zunächst noch gar nicht als Vorbote der Wechseljahre erkannt. Auch aus diesem Grund ist es ratsam, einen langfristigen Menstruationskalender zu führen, um eventuelle Zyklusveränderung besser zu erkennen und die Wahrnehmung für Veränderungen zu stärken!
Bitterstoffe können gerade in den Wechseljahren gute Dienste leisten. Sie können das allgemeine Wohlbefinden stärken. Viele schwören auf Bitterstoffe, um Heißhungerattacken zu lindern. Wenn das gelingt, ist auch das Halten des Wunschgewichts in den Wechseljahren etwas einfacher. Probiere am besten selbst aus, ob es bei dir funktioniert.
Im Zeitraum kurz vor der allerletzten Regelblutung passieren die größten hormonellen Veränderungen im weiblichen Körper.
Mit 50 - 55 Jahren haben die meisten Frauen hierzulande ihre letzte Regelblutung. Wenn die letzte Regel (Menopause) ein Jahr her ist, dann kann man davon ausgehen, dass die Eierstöcke ihre Aktivität endgültig eingestellt haben, man nicht mehr fruchtbar ist und auch nicht mehr schwanger werden kann. Ab jetzt ist keine Verhütung mehr notwendig. Dieser Zeitraum definiert den Übergang von der Prämenopause zur Postmenopause.
In der letzten Phase der Wechseljahre braucht der Körper noch etwas Zeit, um das neue hormonelle Gleichgewicht zu finden und sich auf einem neuen, stabilen Niveau einzupendeln. Bis dahin können nochmal ein paar Jahre ins Land gehen (es können durchaus 10-17 Jahren sein …). Irgendwann aber ist es soweit: Endlich kann Frau nach dieser spannenden Zeit wieder zur Ruhe kommen!
Jetzt heißt es, weiterhin auf sich zu achten und viel für das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit zu tun. So fühlst du dich in dem neuen Lebensabschnitt vital und attraktiv!
Fragen zu Bitterstoffen oder basischer Ernährung? Wir beraten dich gerne persönlich.