Fastenwandern – eine neue Form der inneren Reinigung?

Fasten sagt eigentlich jedem etwas. Oft antworten die Menschen auf die Frage, ob sie denn fasten würden: „Ja, zwischen Aschermittwoch und Ostern.“ Aber Fastenwandern? Hört man sich in seinem Bekanntenkreis um, so ist diese Art entweder gänzlich unbekannt oder sie haben nur einmal etwas davon aufgeschnappt. Dahinter verbirgt sich aber ein spannendes Konzept. Erfahre darum hier mehr zum Thema, was du dabei beachten solltest und wie du diese Reise unterstützen kannst!

schwarz-holzfarbene Schüssel, Teller und Löffel stehen mit Serviette und Farnzweig auf hölzernen Untergrund


Was ist Fasten?

Um das Fastenwandern zu verstehen, sollte man die Grundzüge des Fastens natürlich verinnerlicht haben. Denn mit einem „Komm, ich zieh meine Wanderstiefel an, laufe mal einfach so drauf los und esse am besten gar nichts“ ist es nicht getan. Diese Einstellung könnte sogar eher schaden, als dass sie dem Organismus etwas bringt. Die Frage nach dem Wie und Was ist vorab also entscheidend, genauso ob es Risiken gibt.

  

Warum überhaupt Fasten?

An erster Stelle steht beim Fasten tatsächlich der bewusste Verzicht auf Essen und Genussmittel. Der Körper soll von seinem eigenen Energiespeicher leben und dabei seine eingelagerten Fettdepots anzapfen. Darum sehen viele das Fasten auch als Einstieg zum Abnehmen an. 

Wiederum andere fasten, um sich zu reinigen. Hier spielen häufig auch religiöse Aspekte eine Rolle. Nicht nur in der christlich geprägten Kultur ist dieser Verzicht gängig. Auch im beispielsweise Islam, Hinduismus oder Buddhismus wird ein solcher regelmäßig praktiziert. Somit findet sich dieses Konzept übergreifend und weltweit. Es ist also ein eigentlich uns alle verbindendes Element.

 

Wie oft sollte gefastet werden? 

Natürlich gibt es auf diese Frage kein Richtig oder Falsch. Das entscheiden am Ende immer du und deine eigene Gesundheit. Doch so viele Fasten-Experten es auch gibt, so viele raten zu unterschiedlichen Zyklen. Ein gemeinsamer Nenner findet sich oft darin, ein- bis zweimal jährlich eine solche Kur einzuplanen.


Zudem hängt es auch ein wenig mit der angestrebten Dauer des Verzichts zusammen. Strebst du beispielsweise nur wenige Tage an, kannst du ein solches Intervall durchaus öfter im Jahr einlegen. Ist dein Wunsch hingegen, für einen längeren Zeitraum auszusetzen – wie etwa beim Fastenwandern – dann achte darauf, dass mehrere Monate dazwischen vergehen, um deinem Körper auch die Erholung zu gönnen, die er verdient.


Welche Risiken bestehen?

Ob du fastest, weil du abnehmen möchtest, aus religiösen Absichten oder weil du schon immer einmal den bewussten Verzicht ausprobieren wolltest, ist ebenso ganz dir überlassen. Wichtig ist aber, dass du dir Zeit nimmst und du dich in Ruhe in die Thematik des Fastens einliest. 


Überstürze nichts, denn ein solcher Einschnitt muss gut vorbereitet sein! Auch wenn das Fasten positive Auswirkungen auf dich und deinen Körper haben kann, entstehen bei einem unbedachten Start sonst möglicherweise Risiken, die dir eher schaden. Dazu gehören beispielsweise Herz- und Kreislaufstörungen, Abgeschlagenheit sowie Muskelkrämpfe. Daher sollte dich dein erster Gang, bevor du anfängst zu fasten, zu deinem Arzt führen. So bist du sicher, dass bei dir die positiven Eigenschaften überwiegen werden. 

 

Welche Arten des Fastens gibt es?

Grüner Smoothie umgeben von Gemüsezutaten steht auf Holzuntergrund

 
Natürlich gibt es nicht nur die eine Art des Fastens. Recherchierst du zu diesem Thema, werden dir schnell sehr viele Ansätze begegnen, beispielsweise:

  • Intervallfasten
  • Heilfasten nach Buchinger
  • Modifiziertes Fasten
  • Basenfasten
  • Früchtefasten
  • Saftfasten
  • Teefasten
  • Wasserfasten
  • u.v.m.

 

Für welche Variante du dich am Ende entscheidest, ist dir selbst überlassen. Auch ob eine Kombination dieser unterschiedlichen Wege vielleicht eine Idee wäre. Höre einmal in dich hinein. Oder überleg dir, was dir das Fasten eigentlich bringen soll. Möchtest du dich fitter fühlen? Braucht dein Geist einfach mal Ruhe? Möchtest du sogar abnehmen?  Achte auf dich und deine Bedürfnisse! Nimm sie ernst, denn du bist wichtig.  

 

Fastenwandern – was ist das überhaupt?

Wanderer laufen bei untergehender Sonne durch bergige Waldlandschaft

 
Nun haben wir viel über das Fasten im Allgemeinen gelesen, doch eine ganz besondere Form ist das Fastenwandern. Wie bereits zu Beginn erwähnt, ist dieses in Deutschland noch nicht bei jedem bekannt. Diverse Internetseiten, Hotels und Institutionen haben sich dieser Thematik aber schon angenommen. Teilt man das Wort in seine beiden Bestandteile auf, so versteht man direkt, worum es eigentlich geht. Während ich faste, wandere ich. Doch wie soll so etwas ablaufen?

 

Es gibt diverse Möglichkeiten. Die Bekannteste funktioniert folgendermaßen: Du buchst eine sogenannte Fastenwoche bei einer Organisation. So hast du direkt Fachleute an deiner Seite, die dir bei allen Fragen mit Rat und Tat beistehen. Diese haben bereits diverse geeignete Hotels und Unterkünfte in ihrem Programm. Sie erarbeiten die individuellen Essenspläne, kennen die besten Wanderwege und wissen genau, wie sich der jeweilige Teilnehmer in der aktuellen Phase des Fastens fühlt. 


Da die Teams über die Heißhungerattacken, die zu Beginn eintreten können, und möglichen Kreislaufprobleme Bescheid wissen, stehen sie dir auch dabei zur Seite. Der Körper muss sich erst mit dem neuen Zustand arrangieren, da das Fasten nun mal heutzutage eher ungewöhnlich ist. Meistens dauern solche Wanderungen zwischen fünf bis zehn Tage. Dadurch, dass du diese in einer Gruppe absolvierst, bist du aber mit deinen eventuellen Symptomen nicht alleine. Solch eine Erfahrung schweißt sehr zusammen. Verlass dich also auf die Tipps deiner Betreuer und Mitreisenden und du wirst überrascht sein, was du alles leisten kannst.

 

Wie läuft das Fastenwandern ab?

Frau mit Rucksack und Wanderstöcken läuft durch bergige Landschaft

 

Morgens nach dem Aufstehen erhältst du ein leichtes Frühstück. Dieses besteht meist aus einem Fastentee oder einer Gemüsebrühe. Bei diesem Getränk darf auch gerne mit Honig gesüßt werden. Danach geht es direkt mit deiner Wandergruppe raus an die frische Luft. Ca. 10 Kilometer legt ihr gemeinsam entspannt zurück, bevor ihr in eure Unterkunft wieder einkehrt. Danach werden oft Yoga- oder Entspannungsübungen angeboten, sodass der Körper und Geist in Einklang kommen.


Natürlich passen die Planer den Schwierigkeitsgrad der Wanderungen an die jeweilige Ausdauer der Teilnehmer an. Das Wohlergehen und die Gesundheit stehen dabei immer an erster Stelle. Während des Tages und der Aktivitäten nimmst du reichlich Wasser, ungesüßte Säfte und Tees zu dir, sodass du kein Hungergefühl erleiden musst. Da die Trinkpausen sehr wichtig sind, wirst du ca. 2 Liter Flüssigkeit in deinem Rucksack transportieren. Im unwahrscheinlichen Fall einer Heißhungerattacke oder dem Gefühl der Kraftlosigkeit hat der Fastenleiter im Übrigen meist Honig dabei. 

 

Wie geht es nach diesem Erlebnis weiter?

Ist deine Zeit des Fastenwanderns vorbei, solltest du auf keinen Fall sofort zum nächsten Imbiss fahren und dir dort etwas gönnen. Stattdessen schließen jetzt die wichtigen 2 bis 3 sogenannten Aufbautage an. Das heißt, du gewöhnst dich und deinen Körper in kleinen Schritten wieder an feste Nahrung. 


Die Dauer dieses Aufbauintervalls  richtet sich nach den zurückliegenden Fastentagen. Diese Phase sollte etwa ein Drittel so lang sein wie die deines Verzichtes. Ziel ist also, dass du peu à peu wieder festes Essen zu dir nimmst. Zuerst Kohlenhydrate in Form von Obst und Gemüse, danach Eiweiß und zum Schluss darfst du auch wieder Fette essen.

 

Frau in schwarzem Shirt und heller Hose sitzt barfuß auf Couch
 

Warum sollte ich Fastenwandern?


Bei dieser Art des Fastens wird meistens keine feste Nahrung zu sich genommen. Dein Körper gerät in einen Zustand der Ketose, d.h. er holt sich die Energie nicht mehr aus seiner normalen Quelle, dem Zucker. Stattdessen greift er auf den Ketonkörper zurück, sodass Fett verbrannt wird. 


Wenn man sich während des Fastens nicht bewegt oder leichten Sport treibt, baut der Körper auch Muskulatur ab, was bekannterweise niemand so gerne hat. Deshalb ist die Aktivität während dieser Zeit besonders wichtig, damit zwar Fett abgebaut wird, aber du deine Muskeln behältst und stärkst. Das  Fastenwandern ist somit für all diejenigen, die ihren Körper und Geist in einer Gemeinschaft wieder in Einklang bringen möchten, einfach ideal.

 

Falls du aber erst einmal klein anfangen möchtest, könnte auch das Basenfasten für dich ein guter Einstieg sein. Die perfekt darauf ausgerichteten Produkte findest du natürlich bei uns im Online-Shop. Nicht nur unsere Urbase I wird dich bei diesem Prozess unterstützen. Probier auch zum Beispiel unseren Klassiker, die Bitterstern-Kräutertropfen, oder koste unseren herrlichen Bitterstern-Tee. In diesem Sinne: Your body is your temple. Keep it pure and clean for the soul to reside in.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen