Die Wechseljahre bei Frauen – ein neuer Abschnitt

Die Wechseljahre bei Frauen

Heute - am 18.10. ist Welt-Menopausen-Tag. Wechseljahre – ein Wort, das die meisten Frauen fürchten. Es bedeutet, der Körper verändert sich. Der Alltag gestaltet sich anders. Eventuell hat man Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen. Und die Bekannten um einen herum verwenden oft diese „böse“ Floskel: „Du bist bestimmt in den Wechseljahren.“ 


Aber was heißt das nun? Befindet man sich auf dem absteigenden Ast? Wird man nun offiziell alt? Oder ist es viel eher die Chance, seinem Leben noch einmal eine ganz andere Wendung zu geben? Ist es vielleicht nun endlich an der Zeit, seine neu gewonnene Freiheit und Möglichkeiten auszuschöpfen?

Die Definition der Wechseljahre


Googelt man das Wort ‘Wechseljahre’, erhält man ca. 8.430.000 Einträge. Und alle beschäftigen sich mit den Ursachen und Folgen dieser. Wiederum andere Autoren haben Romane herausgebracht, die mal mehr, mal weniger lustig an diese Thematik herangehen. Doch was verbirgt sich genau dahinter? In der Medizin bezeichnet man diesen Zeitabschnitt im Leben einer Frau als das Ende der fruchtbaren Lebensphase. Dabei verändert sich der Hormonhaushalt. Östrogen und Progesteron sinken immer weiter ab, nur der Testosteronspiegel bleibt nahezu gleich. Die Möglichkeit, auf natürlichem Wege schwanger zu werden, endet.


Ärzte unterteilen diesen Zeitraum in drei Phasen. Es beginnt mit der Perimenopause, d.h. dem Abschnitt vor dem finalen Ausbleiben der Periode. Darauf folgt die sogenannte Menopause. Das ist der Zeitpunkt, an dem man das allerletzte Mal seine Menstruation bekommt, sowie die Phase danach, die ca. 12 Monate anhält. Ihr schließt sich die Postmenopause an. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass jede Frau die einzelnen Phasen der Wechseljahre anders empfindet bzw. der Verlauf bei jeder individuell ist.

 

Wie bereits geschrieben, sind der Beginn und die Dauer von Frau zu Frau verschieden. Studien haben ergeben, dass im Alter von ca. 52 Jahren etwa die Hälfte der Frauen ihre letzte Regelblutung haben. Teilweise erleben Frauen bis zur allerletzten Periode einen absolut regelmäßigen Zyklus. Andere bemerken Unregelmäßigkeiten in Dauer und Stärke bereits im Vorfeld oder sogar über einen längeren Zeitraum hinweg. So individuell der Körper ist, so verhält es sich auch mit den Symptomen der Wechseljahre.

Die Symptome der Wechseljahre bei Frauen


Welche Symptome wie und ob überhaupt auftreten, ist bei jeder Frau anders. Die typischen körperlichen sind:


  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche
  • Gelenk- und Muskelbeschwerden
  • Veränderung der Scheidenschleimhaut
  • Brustschmerzen und Spannungsgefühl in der Brust
  • Wassereinlagerungen
  • Gewichtsveränderungen und eine damit einhergehende neue Körpersilhouette
  • Zwischenblutungen

 

Neben den körperlichen Anzeichen kommen auch oft psychische dazu, die wie folgt auftreten können:

  • Schlafstörungen und Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen und Niedergeschlagenheit
  • Gereiztheit
  • Depressive Verstimmungen
  • Ängste
  • Geistige Erschöpfung wie Gedächtnisprobleme und Konzentrationsstörungen
  • sexuelle Probleme
  • Gefühl von Hautalterung oder Vermännlichung

 

Der Verlauf der Menopause kann sich peu à peu oder schlagartig ankündigen. Nicht außer Acht zu lassen ist, dass die Frau bis zu ihrer Menopause schwanger werden kann. Auch wenn die Periode nur noch unregelmäßig kommt, bleibt sie bis zum Ende dieser Phase fruchtbar. 

Die äußeren Umstände

 

Das persönliche Umfeld beeinflusst jedes Individuum unterschiedlich. Auch in der Lebensphase, in der sich Frau nun befindet, kann sie durch äußerliche Einflussfaktoren  wie z.B. der eigenen Kultur oder dem sozialen Netzwerk geprägt werden. Zu diesen gehören u. a. auch Veränderungen des Alltags. Lebt man in einer Partnerschaft oder alleine? Falls man Kinder hat, sind diese selbstständiger oder sogar bereits ausgezogen? 


Der Körper verändert sich. Man scheint eventuell nicht mehr so agil wie mit 30, aber dafür erfahrener beim Einteilen der eigenen Kräfte. Außerdem durchlebt die Frau eine sehr emotionale Veränderung, an der am Ende häufig die Gelassenheit steht. Das alles kann dazu beitragen, dass die bereits beschriebenen Symptome ganz unterschiedlich und individuell ausfallen. Auch spielt die eigene psychische Verfassung eine Rolle. War man bereits vor der Menopause unzufrieden mit sich, seinem Leben oder der Familie, der Arbeit etc., so kann sich dieses Gefühl nun verstärken. Häufig gewinnt man aber auch neue Perspektiven.

Wechseljahre bei Frauen: Ich habe jetzt meine Wandel-Zeit”


Ist die Frau mit sich und ihrem Umfeld im Reinen, so kann das Risiko, dass sie während ihrer Wechseljahre starke Symptome hat, reduziert werden. Stetige, körperliche Aktivitäten wie Sport und Tiefenentspannung wie z.B. Yoga können positive Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Beschwerden haben.

Auch sollte in diesem Lebensabschnitt viel Wert auf das funktionale Herz-Kreislauf-System gelegt werden. Genügend Schlaf, ausgewogene Ernährung, Ruhe- neben aktiven Phasen, stellen wichtige Bausteine im Durchleben dieser Zeit dar.

Die Wechseljahre als das annehmen, was sie sind

 

Die Wechseljahre bzw. die Zeit danach sollte Frau als eine Chance für einen neuen Lebensabschnitt sehen. Du erlangst eine neue Freiheit und Möglichkeiten, dich und dein Körper wieder kennenzulernen. 


Früher war es doch so: Die Periode fiel aus? Das Gedankenkarussell begann. “Habe ich mein Verhütungsmittel richtig angewendet? Könnte ich schwanger sein?” Die Thematik der hormonellen Verhütung fällt nun weg. Wer beispielsweise in einer Partnerschaft lebt, kann sich die Sorgen darüber nun gänzlich sparen. Helle Kleidung kann ab sofort getragen werden, ohne Bedenken haben zu müssen, dass sie durch die Regelblutung beschmutzt wird. Der Urlaub lässt sich ohne Überlegungen bzgl. der Periode in Ruhe planen und genießen.


Die eventuellen Schmerzen, die zum Beispiel durch eine Endometriose vor und während der Periode ausgelöst wurden, sind verschwunden. Zyklusabhängige Migräne-Anfälle werden weniger oder kommen gar nicht mehr vor. Die Lebensqualität kann also insgesamt deutlich gesteigert werden. 

Dem Körper Vertrauen schenken


Auch hilft es, sich und sein Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Denn wenn wir verschiedene Blickwinkel einnehmen, können wir Gewohntes neu bewerten und Dinge besser in ihrer Gesamtheit erkennen. Man sollte die Kraft haben, geduldig mit sich selbst zu sein, abzuwarten und dann wissend zu agieren sowie sich selbst auch zu verzeihen. Lerne deinen Körper zu beobachten, zu verstehen und ihm gerecht zu werden.


Rufe dir außerdem immer wieder ins Gedächtnis: „Ich bin nicht alleine damit. Auch andere Frauen haben diese Phase der Wechseljahre bereits gemeistert. Und es werden mir Generationen folgen, die dieselben Sorgen, Ängste, Beschwerden und Symptome haben wie ich. Ich schaffe das!“


Höre also auf dich und deinen Körper. Mache Pausen, wenn dir danach ist. Nimm dir Zeit für dich, damit du zur Ruhe kommst. Vielleicht hilft es dir, gute Musik zu hören. Gehe raus in die Natur. Atme tief ein und aus. Verbringe wertvolle Momente mit Freunden und deiner Familie. Und das Wichtigste: Traue dich, über deine Lebensphase die “Wechseljahre bei Frauen” mit Gleichgesinnten zu sprechen und dich auszutauschen. 

Women on Fire – unsere Kampagne 2022


Wir von Laetitia haben dieses Jahr die große Kampagne „Women on Fire“ ins Leben gerufen. Damit wollen wir genau den Frauen zur Seite stehen, die sich gerade in diesem spannenden Lebensabschnitt befinden. Wir haben verschiedene Produkte gelauncht, die bei den Wechseljahr-Symptomen unterstützend wirken können. Dazu gehören u. a. unsere praktischen Shots für mehr Gelassenheit, für erholsame Nächte und mehr hitzefreie Zeit.

So bist du gut gewappnet, um mutig und neugierig den nächsten Schritt zu gehen. Denn: Wer die Gegenwart genießt, hat in der Zukunft eine wundervolle Vergangenheit!

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