Brennnessel – das grüne und gesunde Gewächs
Die Brennnessel gehört zur Familie der Brennnesselgewächse, auch Urticaceae genannt. Wir unterscheiden grundsätzlich zwei Arten:
Große Brennnessel (Urtica dioica L.)
Kleine Brennnessel (Urtica urens L.)
Die Große Brennnessel wird bis zu 150 cm hoch. Sie ist zweihäusig – männliche und weibliche Brennnessel-Blüten befinden sich auf unterschiedlichen Pflanzen – und ihr Stängel ist mit Brenn- und Borstenhaaren besetzt. Die Kleine Brennnessel hingegen ist einhäusig und wird höchstens 50 cm groß. Außerdem fehlen ihr die Borstenhaare. Beide Brennnessel Arten blühen von Mai bis September.
Die Brennnessel ist eine ausdauernde winterharte Staude, die so im Winter keinen speziellen Schutz benötigt. Außerdem kann sie das ganze Jahr über geerntet werden.
Du fragst dich nun, in welcher Form du Brennnessel essen kannst? Es gibt unzählige und raffinierte Rezepte. Lass dich einfach inspirieren – alle haben eines gemein: Die Brennnessel ist gesund!
Wie wäre es zum Beispiel mit unseren Brennnessel-Spätzle? Dass Spätzle ein beliebter Klassiker unter den Nudeln sind, versteht sich von selbst. Verleihe deinen klassischen Spätzle doch auch einmal ein gewisses Kräuteraroma und ein sattes Grün – das Auge isst schließlich immer mit. Dazu passt unser Wildkräuterpesto oder andere vitalisierende Saucen. Entdecke gleich weitere Wildkräuter-Rezepte!
Brennnesseln kannst du das ganze Jahr über ernten und sowohl frisch als auch getrocknet verzehren. Nach dem Waschen brennen die kleinen aromatischen Pflanzen übrigens kaum noch und beim Verzehr entfällt das Brennen dann endgültig.
Was ist aber zu tun, wenn es dann doch einmal so weit kommt und wir in Berührung mit einer Brennnessel kommen? Am besten wäschst du die betroffene Stelle sanft und tupfst sie mit einem Tuch ab. Danach ist es ratsam, die Stelle zu kühlen: Hierbei kann Aloe Vera Gel, Eis oder einfach nur kaltes Wasser helfen.
Doch warum brennt die Brennnessel überhaupt? Das brennende Gefühl wird verursacht durch das sogenannte Nesselgift. Dieses besteht unter anderem aus Histamin, Serotonin und Ameisensäure und sorgt für Rötungen und das typische Kribbeln.
Brennnessel-Fakt am Ende: Im Mittelalter wurden sogenannte „Brennnesselpeitschen“ zur Behandlung von Gicht, Rheuma und anderen Gelenkbeschwerden eingesetzt.
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