Ist Quark basisch? Was du für deine basische Küche wirklich wissen solltest
Quark wird säureüberschüssig verstoffwechselt und zählt somit nicht zu den basischen Lebensmitteln, sondern zu den Säurebildnern. Das gilt für Magerquark genauso wie für Vollfettquark und Speisequark, denn der Fettgehalt spielt für die Säurewirkung kaum eine Rolle - nur der Eiweißgehalt entscheidet.
Unter den Milchprodukten gibt es allerdings große Unterschiede. Käse, besonders gereifter Hartkäse, wirkt deutlich stärker säurebildend als Quark. Molke, das wässrige Nebenprodukt der Käse- und Quarkherstellung, verhält sich hingegen anders und ist leicht basisch. Quark liegt also im mittleren Bereich der Milchprodukte.
Warum das kein Grund zur Sorge ist, erklärt der PRAL-Wert.
Nein. Die Grundregel lautet nicht "keine Säurebildner", sondern "mehr Basenbildner". Der klassische Richtwert lautet hier: 80 Prozent basisch wirkende und 20 Prozent säurebildende Lebensmittel. Eine Orientierung, die sich im Alltag gut einhalten lässt, ohne auf alles zu verzichten.
Quark hat trotz seiner Säurewirkung echte Vorteile, allen voran hochwertige Proteine und Calcium. Eine Mahlzeit mit viel Gemüse, frischen Kräutern und einem Klecks Quark bleibt ohne Weiteres im basenüberschüssigen Bereich.
Quark ist also kein Feind der basischen Küche. Er ist ein Gast, der Kontext braucht.
Wer den Säure-Basen-Haushalt bewusst begleiten möchte, greift ergänzend oft zu basischen Mineralien wie Calcium- und Magnesiumcarbonat. Die Urbase-Linie von Laetitia bietet Basenmineralpulver für den Alltag, unkompliziert und ohne Schnickschnack. Mehr zur basischen Ernährung findest du auf unserer Übersichtsseite zum Säure-Basen-Haushalt.
Die pflanzliche Alternative zum Einstieg. Mandelquark eignet sich zum Frühstück, als Dip zum Gemüse und als Basis für Dressings.
Zutaten (für 2 Portionen)
Zubereitung
Bärlauch, Brennnessel, Löwenzahn: Wildkräuter wirken stark basisch und sind im Frühling kaum zu überbieten. Gemischt mit Quark entsteht ein aromatischer Dip, der nach frischer Wiese schmeckt und den Säurebildner in einen basenreichen Kontext rückt.
Zutaten (für 2 Portionen)
Zubereitung
Wenn du abends nicht lange in der Küche stehen willst, aber trotzdem etwas Ordentliches auf den Teller möchtest, probier dieses Dressing. Fünf Minuten reichen völlig. Es kombiniert Quark mit basisch wirkenden Zutaten und passt zu grünen Salaten, Rohkost und Ofengemüse.
Zutaten (für 1 großen Salat)
Zubereitung
Quark ist säurebildend, kein Basenbildner. Aber er macht dir die basische Ernährung nicht notwendigerweise kaputt. Mit viel Gemüse und frischen Kräutern kombiniert und das 80:20-Verhältnis im Blick, passt er problemlos auf deinen Teller.
Als pflanzliche Alternative überzeugen Mandelquark und Cashewquark. Einen Überblick findest du auf unserer Seite zu basischen Milchalternativen. Und falls du wissen willst, wie andere Lebensmittel im Säure-Basen-Check abschneiden, schau dir unsere Ratgeber zu basischen Proteinquellen, Linsen und Eiern an.
Fragen zu Bitterstoffen oder basischer Ernährung? Wir beraten dich gerne persönlich.