Ist Joghurt basisch? Warum sich ein zweiter Blick lohnt


Von Laetitia Naturprodukte

Naturjoghurt mit Himbeeren, Feigen und Zimt in einer Keramikschale. Das Bild steht im Zusammenhang mit der Frage, ob Joghurt basisch oder säurebildend wirkt.


Naturjoghurt mit Himbeeren, Feigen und Zimt in einer Keramikschale. Das Bild steht im Zusammenhang mit der Frage, ob Joghurt basisch oder säurebildend wirkt.

Ist Joghurt basisch? Warum sich ein zweiter Blick lohnt

Joghurt ist für viele ein fester Bestandteil der alltäglichen Ernährung, ob zum Frühstück, als Dip oder im Dressing. Dass er beim Thema basische Ernährung plötzlich ein Fragezeichen bekommt, ist für viele Joghurt-Liebhaber ein Problem.

Joghurt ist zwar kein Basenbildner, das ist aber kein Grund für einen kompletten Verzicht. Joghurt gehört unter den Milchprodukten zu den mildesten Säurebildnern überhaupt, und nicht jede Sorte wirkt gleich. Wer das weiß, kann gelassener wählen und bewusster genießen.

Ist Joghurt basisch oder sauer?

Joghurt ist säurebildend, das bedeutet, er hinterlässt nach der Verstoffwechselung im Körper einen Säureüberschuss, egal ob er mild, cremig oder pur auf dem Löffel landet.

Im Vergleich mit anderen Milchprodukten sieht das Bild allerdings freundlicher aus. Gereifter Hartkäse wirkt deutlich stärker säurebildend. Molke, das flüssige Nebenprodukt der Joghurt- und Käseherstellung, ist sogar leicht basenbildend. Joghurt liegt auf der Säure-Skala der Milchprodukte deutlich näher am Neutralen, als die meisten denken.

Die Sorten unterscheiden sich dabei deutlich. Naturjoghurt aus Vollmilch wirkt kaum säurebildend. Griechischer Joghurt wirkt wegen seines höheren Proteingehalts spürbar stärker säurebildend und Kokosjoghurt ist tatsächlich sogar basenbildend.


Warum Joghurt säurebildend wirkt

Viele denken, ein Lebensmittel sei basisch, wenn es nicht sauer schmeckt. Die Wirkung im Körper hat aber nichts mit dem Geschmack zu tun.

 

Die Säurebildenden EIgenschaften eines Lebensmittels werden über den PRAL-Wert (Potential Renal Acid Load) angegeben. Ein positiver PRAL Wert zeigt an, dass ein Lebensmittel säurebildend wirkt und ein negativer PRAL hat genau den gegenteiligen Effekt. Er zeigt an ob ein Lebensmittel in der Verstoffwechslung Basen bildet. Proteine und Phosphor in Lebensmitteln wirken säurebildend, Kalium, Magnesium und Calcium dagegen basenbildend.

 

Zitronen sind das bekannteste Beispiel dafür. Sie schmecken sauer, haben aber einen negativen PRAL-Wert und wirken basenbildend. Joghurt schmeckt mild, enthält aber tierisches Eiweiß, das bei der Verstoffwechslung im Körper Säure bildet.

 

In der Tabelle siehst du, wie unterschiedlich die Sorten abschneiden.

 

Joghurt-Sorte

PRAL-Wert (ca.)

Tendenz

Naturjoghurt (1,5–3,5 % Fett)

+1 mEq/100g

leicht säurebildend

Griechischer Joghurt

+5,2 mEq/100g

deutlich säurebildend

Kokosjoghurt (pflanzlich)

-3,7 mEq/100g

basenbildend

Sojajoghurt

leicht positiv

leicht säurebildend

 

Dazu kommt ein Effekt, den wenige auf dem Schirm haben: Je höher der Fettanteil, desto geringer der Proteinanteil und damit auch die Säurewirkung. Vollfettjoghurt wirkt milder als der fettarme mit viel Eiweiß. Wer Joghurt im Alltag behalten möchte, ist mit Vollfett tatsächlich besser bedient.

Schale mit cremigem Joghurt, frischer Minze, Olivenöl und Kräutern auf einem gedeckten Tisch. Das Bild begleitet einen Beitrag zur Frage, ob Joghurt basisch ist und wie er im Säure-Basen-Haushalt eingeordnet wird.

Joghurt in der basischen Ernährung: muss er weg?

Nein. Die Grundregel lautet nicht "keine Säurebildner", sondern "mehr Basenbildner". Als Richtwert gelten 80 Prozent basenbildende und 20 Prozent säurebildende Lebensmittel. Im Alltag lässt sich das ohne großen Aufwand umsetzen.

Naturjoghurt mit einem PRAL-Wert von - je nach Quelle zwischen 0,5 und 1,5 gehört zu den unkompliziertesten Vertretern unter den tierischen Produkten. Kombiniert mit frischen Beeren, einem Löffel Leinsamen und etwas Minze landet man mühelos im basenfreundlichen Terrain, auch fürs Frühstück.

Griechischer Joghurt braucht etwas mehr Aufmerksamkeit. Mit einem PRAL-Wert von 3-6 lohnt es sich, den Rest der Mahlzeit bewusst zusammenzustellen, also viel Gemüse, frische Kräuter, basische Beilagen. Dann passt er problemlos rein. Joghurt ist kein Feind der basischen Küche, er braucht Kontext, aber keinen Rauswurf.

Wer zusätzlich auf seinen Säure-Basen-Haushalt achten möchte, findet bei der Urbase-Linie von Laetitia Basenmineralpulver mit Calcium- und Magnesiumcarbonat für den Alltag. Mehr zur basischen Ernährung findest du auf unserer Übersichtsseite zum Säure-Basen-Haushalt.

Schichtdessert aus Naturjoghurt und Erdbeeren im Glas. Der Artikel erklärt, ob Joghurt basisch ist und welche Rolle das Milchprodukt in einer basenüberschüssigen Ernährung spielt.

Basische Alternativen zu Joghurt

Manchmal soll es wirklich nur Basenbildner auf dem Teller geben. Die Auswahl ist mittlerweile größer und besser als noch vor ein paar Jahren.

Kokosjoghurt ist die erste Wahl, wenn es wirklich basisch sein soll. Er hat eine cremige Konsistenz und einen milden Eigengeschmack, der sich gut mit Beeren, Nüssen und Kräutern kombinieren lässt und sowohl im Frühstücksmüsli als auch im Dressing eine gute Alternative darstellt.

Mandeljoghurt liegt ebenfalls im basischen Bereich und kommt dem Geschmack eines klassischen Joghurts überraschend nah. Für Dressings, Dips oder pur mit frischem Obst eine gute Wahl.

Wer keine Nüsse verträgt, greift zu Haferjoghurt, der je nach Produkt leicht neutral bis leicht säurebildend ausfällt und geschmacklich mild bleibt. Sojajoghurt wirkt zwar leicht säurebildend, aber deutlich schwächer als Kuhmilch-Joghurt, und ist damit für alle, die tierische Produkte meiden, ein solider Kompromiss.

Auf die Inhalte kommt es an:

Bei Kokos- und Mandeljogurt sind die zusätzlichen Inhaltsstoffe, wie Zucker und Zusatzstoffe darüber entscheidend, wie basendbildend das Produkt ist.

Eine ausführliche Übersicht findest du auf unserer Seite zu basischen Milchalternativen.

Auf den Punkt

Joghurt ist säurebildend, aber mild. Mit einem PRAL-Wert von 0,5 - 1,5 ist Naturjoghurt unter den Milchprodukten der unkomplizierteste Vertreter. Griechischer Joghurt braucht etwas mehr Ausgleich auf dem Teller, Kokosjoghurt gar keinen, der steht ohnehin auf der basischen Seite.

Die Sorte macht den Unterschied. Wer das weiß, muss nicht verzichten, sondern nur bewusster wählen. Und wer seinen Säure-Basen-Haushalt aktiv unterstützen möchte, findet in der Urbase-Linie von Laetitia einen unkomplizierten Einstieg. Mehr zu basischen Proteinquellen findest du auf unserer Übersichtsseite un

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