Kräuterlexikon: Kümmel
Kümmel, auch Wiesen-Kümmel oder Gemeiner Kümmel genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Doldenblütler und eines der ältesten Gewürze der Welt. Wenn von Kümmel gesprochen wird, sind in der Regel die Früchte der Kümmelpflanze, die Kümmelsamen, gemeint. Insbesondere in den Kümmelsamen befinden sich die wertvollen Inhaltsstoffe, für die der Kümmel so geschätzt wird. Die Kümmelpflanze hat zarte, gefiederte grüne Blätter und große Dolden mit winzigen weißen und zartrosafarbenen Blüten.
Kümmel hat einen hohen Anteil an ätherischen Ölen: In Kümmelsamen sind mehr als drei Prozent enthalten. Carvon macht neben Limonen einen Hauptbestandteil der ätherischen Öle aus. Weitere Inhaltsstoffe von Kümmel sind Flavonoide, Myrcen, Gerbstoffe, Fettsäuren, Zuckerstoffe und Eiweiße.
Kümmel bringt laut Volksmund die Verdauung in Schwung. So werden dem Kümmel unter anderem appetitanregende Eigenschaften zugeschrieben. Des Weiteren soll Kümmel laut traditioneller Heilkunde die Bildung von Muttermilch anregen.
Kümmel hat einen milden, leicht bitteren Geschmack, der an Anis, Dill und Petersilie erinnert. Außerdem duftet Kümmel sehr intensiv und hat ein starkes Aroma.
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