Kräuterlexikon: Koriander
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Bei den einen beliebt, bei den anderen verhasst: Koriander polarisiert wie kaum eine andere Pflanze.
Aber egal, wie man zum Geschmack von Koriander stehen mag – sein gesundheitlicher Aspekt spricht für sich!
Koriander (auch: Wanzendill, Schwindelkraut oder asiatische Petersilie) ist eine der ältesten Gewürzpflanzen der Welt. Ihren Ursprung hat sie im östlichen Mittelmeerraum, wo sie schon vor über 3000 Jahren als Grabbeigabe verwendet wurde. Heute ist Koriander vor allem als Gewürz in der asiatischen, arabischen und südamerikanischen Küche beliebt.
Seinen Ursprung hat der Koriander in den Ländern des östlichen Mittelmeerraums. Auch heute wird er noch in Ägypten, Marokko und Tunesien angebaut. Diese Länder sind aber längst nicht mehr die einzigen Anbaugebiete: auch Deutschland, die Niederlande, Italien, Russland, Vietnam, Indien oder Argentinien zählen dazu.
Die Samen und Blätter von Koriander unterscheiden sich stark im Geschmack. Leicht pikant und süßlich schmeckend, erinnern die Samen an Orangen. Sie kommen unter anderem als Plätzchengewürz zum Einsatz. Die Blätter zeichnen sich hingegen durch ein scharf-säuerliches und für manche Menschen seifiges Aroma aus. Sie werten damit beispielsweise orientalische Bohnengerichte auf.
Manche Menschen empfinden den Geschmack von Korianderblättern als seifig. Studien zufolge könnte es daran liegen, dass diese Menschen über ein bestimmtes Gen verfügen (OR6A2), welches dafür sorgt, dass sie Aldehyde besonders gut erkennen. Diese Aldehyde sind nicht nur in Koriander enthalten, sondern auch in Seifen – daher der seifige Geschmack.
Nein, Koriander (Bild links) und Petersilie (Bild rechts) sind zwei verschiedene Pflanzen. Zwar ähneln sie sich in Sachen Aussehen und Textur, doch geschmacklich unterscheiden sie sich merklich. Petersilie schmeckt mild-scharf, während Koriander eine leicht säuerliche Note aufweist. Allerdings zählen beide Pflanzen zur Familie der Doldenblütler – sie sind also verwandt.
Ja, Koriander gilt als sehr gesund. Er enthält kaum Fett, Kohlenhydrate oder Kalorien, kann jedoch dank seines vergleichsweise hohen Ballaststoffgehalts sattmachen. Außerdem punkten die frischen Blätter mit Antioxidantien wie Vitamin C und Chlorophyll. In den Samen sind wiederum wichtige Mineralien wie Magnesium oder Mangan enthalten.
Genau wie in den Blättern stecken in den Korianderfrüchten wertvolle ätherische Öle. Auch äußerlich können diese angewendet werden. Die Öle der Korianderfrüchte werden in Deutschland oft in Weihnachtsgebäck zum Einsatz gebracht, da ihr süßliches Aroma an das der Orangenschale erinnert. Um die Öle der Korianderfrüchte nutzbar zu machen, müssen sie zunächst mit einem Mörser angestoßen werden. Erst dann können sie in der Medizin und in der Küche verwendet werden.
In der Küche kannst du Koriander vielseitig verwenden. Die frischen und gewaschenen Blätter passen zum Beispiel hervorragend zu thailändischen Gerichten. Nicht zuletzt deshalb ist Koriander eine bewährte Zutat in Curry-Gewürzmischungen. Du kannst Koriander aber auch als Pulver zum Würzen von Weihnachtsplätzchen, Fleischgerichten, Salaten oder Saucen einsetzen.
Koriander harmoniert nicht zuletzt hervorragend mit anderen Zutaten, wie zum Beispiel Ingwer, Kümmel und Nelken.
Du hast Koriander gekauft und noch welchen übrig, aber weißt nicht, wie du ihn aufbewahren sollen? Hier stellen wir dir drei bewährte Methoden vor, um Koriander zu lagern:
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