Sind Kartoffeln basisch?


Von Laetitia Naturprodukte

Frisch geerntete Kartoffeln liegen auf der Erde zwischen Pflanzen im Garten – Symbolbild für basische und säurebildende Lebensmittel in der Ernährung.


Frisch geerntete Kartoffeln liegen auf der Erde zwischen Pflanzen im Garten – Symbolbild für basische und säurebildende Lebensmittel in der Ernährung.

Sind Kartoffeln basisch?

Lange Zeit galt die Kartoffel vor allem als günstiger Sattmacher, der auf keinem Teller fehlen darf. Doch wer sich intensiver mit einer basenreichen Ernährung beschäftigt, merkt schnell: Die Knolle kann viel mehr als nur Kohlenhydrate liefern. Alles Wissenswerte rund um die basische Kraft der Kartoffel, ihre positiven Effekte auf deine Gesundheit sowie die besten Tipps zur Verzehrmenge und Lagerung haben wir hier speziell für dich zusammengetragen.

Sind Kartoffeln basisch?

Um festzustellen, wie stark ein Lebensmittel zur Basenbildung beiträgt, nutzt man den sogenannten PRAL-Wert. Dieser gibt an, wie hoch die potenzielle Säurebelastung für die Nieren nach der Verstoffwechselung ist. Die Kartoffel erreicht hier einen Wert von -4,0 und zählt damit zu den wertvollsten Basenlieferanten unter den Beilagen. Dank ihres hohen Kaliumgehalts hilft sie dem Organismus aktiv dabei, den Säure-Basen-Haushalt in einer gesunden Balance zu halten.

Rohe Kartoffeln in einer Holzkiste auf rustikalem Holztisch – Symbolbild zur Frage, ob Kartoffeln basisch oder säurebildend sind und wie sie in die basische Ernährung passen.

PH-Wert und PRAL-Wert: Warum gute Säurebildner wichtig sind

Um sich ausgewogen zu ernähren und ein wohltuendes Gleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt zu erreichen, sollte man einige Lebensmittel reduzieren und mit basenbildenden Lebensmitteln kombinieren. Fleisch, Fisch, Ei, Getreidesorten und die meisten Milchprodukte haben einen sehr hohen PRAL-Wert und können langfristig für eine Übersäuerung sorgen. Wenn du dich häufig angeschlagen, müde und antriebslos fühlst, kann es sinnvoll sein, mehr basische Nahrungsmittel in deinen Alltag zu integrieren. Doch wer langfristig so leben möchte, wünscht sich zwischen Obst und Gemüse auch ein wenig Abwechslung. Genau hier sind gute Säurebildner wie Vollkornprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte sinnvoll. Sie erzeugen im Vergleich zu den starken Säurebildnern nur kleine Ungleichgewichte, die der Körper problemlos neutralisieren kann. Zusätzlich sind sie wertvolle Nährstofflieferanten und versorgen dich mit Eiweiß, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien, die für eine ausgewogene Ernährung maßgeblich sind. Daher darfst du, sofern du keine strenge Basenfasten-Kur machst, täglich basische Produkte mit guten Säurebildnern kombinieren – ohne dass dein Körper belastet wird.

Was ist basischer, Kartoffeln oder Reis? Erklärt anhand des PRAL-Werts

Unter den Beilagen schneidet die Kartoffel definitiv besser ab. Während Reis mit einem PRAL-Wert von etwa 1,7 zu den Säurebildnern zählt, wirkt die Kartoffel mit ihrem negativen Wert von -4,0 stark basenbildend. Diese beiden Beilagen verhalten sich im Säure-Basen-Haushalt also genau entgegengesetzt. Während der Verzehr von Reis deinen Körper mit zusätzlichen Säureresten belastet, fungiert die Kartoffel als basischer Gegenpol.

Frisch geerntete Kartoffeln liegen in den Händen einer Person, noch mit Erde bedeckt – Symbolbild zur Frage, ob Kartoffeln basisch oder säurebildend sind und ihre Rolle in der basischen Ernährung.

Ist die Kartoffel gesund?

Die Antwort lautet ganz klar: Ja, sofern die Zubereitung stimmt. Entgegen ihrem Ruf als schwerer Sattmacher ist die Knolle in ihrer reinen Form ein echtes Leichtgewicht, das zu rund 80 % aus Wasser besteht. Dass sie oft als ungesund bezeichnet wird, liegt vor allem an ihrer Verarbeitung zu Chips oder Pommes, bei der sie sich mit Fell vollsaugt. Wer sie hingegen kocht, dämpft oder backt, profitiert von ihren zahlreichen Vorteilen:

  • Zellschutz: Die Knolle liefert einen hohen Gehalt an Vitamin C und Vitamin B. Diese schützen deine Zellen vor freien Radikalen und oxidativem Stress.
  • Stabiler Blutzuckerspiegel: Die enthaltenen komplexen Kohlenhydrate sorgen zudem für eine langanhaltende Sättigung ohne schnelle Blutzuckerspitzen.
  • Hilfe bei Sodbrennen: Dank der basischen Wirkung und der leichten Verdaulichkeit beruhigen Kartoffeln den Magen-Darm-Trakt und helfen dabei, überschüssige Säure sanft zu binden.
  • Entzündungshemmend: Farbige Sorten besitzen einen Farbstoff namens Anthocyanen, der das Immunsystem stärkt und die Ausbreitung von Bakterien oder Viren hemmen kann.

Kleiner Tipp: Wenn du die Kartoffel nach dem Kochen abkühlen lässt, bildet sich Stärke, die deine Darmflora unterstützt und den Blutzuckerspiegel zusätzlich stabilisiert.

Wie lagere ich Kartoffeln am besten?

Bei der Aufbewahrung von Kartoffeln gilt: Je dunkler, desto besser. Zu viel Licht fördert die Bildung von Keimen und grünen Hautpartien, die den Giftstoff Solanin enthalten. Da sich dieser Stoff direkt unter der Schale ansammelt und hitzebeständig ist, sollten verfärbte oder stark gekeimte Kartoffeln nicht mehr verzehrt werden. Haben die Kartoffeln hingegen nur vereinzelt Keime, die kürzer als 1 Zentimeter sind, lassen sich diese problemlos herausschneiden, ohne dass ein gesundheitliches Risiko besteht.

Wie oft darf die Kartoffel auf den Teller?

Natürlich ist es für eine gesunde Ernährung nicht notwendig, ab sofort jeden Tag Kartoffeln zu essen, da Vielfalt und Abwechslung immer an erster Stelle stehen sollten. Aber: Wer Kartoffeln liebt, kann sie streng genommen nach Belieben essen, vorausgesetzt sie werden ohne Fette gekocht, gedämpft oder gebacken. Um ein gesundes Maß zu halten, empfehlen wir 300 bis 400 Gramm, wenn die Kartoffel das Hauptgericht ist. Isst du sie lediglich als Beilage, sind Portionen von 150 bis 200 Gramm ideal, um den Körper mit wichtigen Mineralstoffen wie Kalium zu versorgen, ohne dabei zu viele Kalorien aufzunehmen.


Welche Lebensmittel sind stark basisch: Tue was Gutes für deinen Säure-Basen-Haushalt

Abwechslung auf dem Teller ist der Schlüssel zu einem stabilen Säure-Basen-Haushalt. Deshalb solltest du neben der Kartoffel auch weitere basische Lebensmittel wie Spinat und Petersilie, die einen PRAL-Wert von -12 und -14 haben, in deine Ernährung integrieren. Aber auch Grünkohl (-7,8), Rucola (-7,5), Karotten (-4,9), Knoblauch (-3,4) und Tomaten (-3,1) bieten eine kraftvolle Unterstützung gegen Übersäuerung. 

Wir wissen natürlich alle, dass es im stressigen Alltag nicht immer klappt, jeden Tag die optimale Menge an frischem Gemüse zu essen. Genau deshalb haben wir Nahrungsergänzungsmittel entwickelt, die deinen Körper mit basischen Mineralien versorgen. So kannst du sicher sein, dass du auch an hektischen Tagen bestens versorgt wirst und dein Säure-Basen-Haushalt nicht aus dem Gleichgewicht gerät.

Wir sind für dich da!

Fragen zu Bitterstoffen oder basischer Ernährung? Wir beraten dich gerne persönlich.